Stripe übernimmt nigerianisches Start‐up Paystack für mehr als 200 Millionen US‐Dollar

Über 60.000 Unternehmen und Organisationen in Nigeria und Ghana nutzen Paystack bereits als Zahlungsdienstleister.
© Paystack

Über 60.000 Unternehmen und Organisationen in Nigeria und Ghana nutzen Paystack bereits als Zahlungsdienstleister.

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Der Payment-Dienstleister Stripe treibt seine Expansionspläne voran und übernimmt das nigerianische Start-up Paystack, mit dem das Unternehmen bereits eng zusammenarbeitet. Es handelt sich dabei um den bisher größten Exit eines nigerianischen Start-ups.

Stripe übernimmt Paystack, ein Start‐up aus dem nigerianischen Lagos, das wie Stripe Zahlungsdienstleistungen über eine API anbietet. Das Unternehmen wurde in der Vergangenheit oft als „The Stripe of Africa” bezeichnet. Paystack betreut vor allem in Nigeria und Ghana derzeit etwa 60.000 Kunden, darunter kleine Unternehmen, andere Fintechs, Bildungseinrichtungen, Wettbüros und auch größere Firmen.

Stripe erhielt früher in diesem Jahr frisches Kapital in der Höhe von 600 Millionen US‐Dollar. Damals verkündete das Unternehmen, dass damit eine Expansion in neue Märkte finanziert werden soll. Stripe ließ sich Paystack über 200 Millionen US‐Dollar kosten, was die Übernahme des Start‐ups zur größten in Nigeria macht. Die beiden Unternehmen arbeiten seit einem Series‐A‐Investment im Jahr 2018 eng zusammen, in Zukunft soll Paystack weiterhin unabhängig bleiben.

Afrika in Sachen digitales Bezahlen als Vorreiter

Afrika wird bereits seit einiger Zeit eine Vorreiterrolle beim Thema digitales Bezahlen nachgesagt. Konzentriert man sich in der nördlichen Hemisphäre vor allem auf webgestützte Angebote, lassen sich in einigen Ländern Afrikas auch Bankgeschäfte mittels SMS erledigen, da der Ausbau der digitalen Infrastruktur hinterherhinkt. Die afrikanische Online‐Wirtschaft macht zwar nur zwei Prozent der weltweiten Online‐Umsätze aus, wächst aber um 75 Prozent schneller als im weltweiten Durchschnitt.

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