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Umfrage der UniCredit Bank Austria rund um den Weltspartag 2023: 8 von 10 der Befragten machen sich Sorgen aufgrund der Teuerung

80 Prozent der Befragten machen sich Sorgen aufgrund der Inflation, die deutlich gestiegenen Zinsen lösen einen regelrechten Boom beim „Sparen bei der Bank“ aus, das Interesse daran hat sich verdoppelt.

Die aktuelle von der UniCredit Bank Austria in Auftrag gegebene Umfrage von Marketagent.com zum Anlageverhalten der ÖsterreicherInnen zeigt, dass die hohe Inflation das bestimmende Thema beim Anlageverhalten ist. 8 von 10 der Befragten machen sich Sorgen aufgrund der Teuerung. Gleichzeitig befeuern die gestiegenen Zinsen das Thema „Sparen bei der Bank“, das Interesse daran hat sich beinahe verdoppelt (von 30 Prozent 2022 auf 56 Prozent 2023), auch das Interesse an Wertpapieren steigt weiter (2023: 35 Prozent, 2022: 31 Prozent). Die Teuerung und die gestiegenen Zinsen führen allerdings zu unterschiedlichen Reaktion der KonsumentInnen und zeigen einen durchaus vielfältigen Befund: Während 41 Prozent der Befragten weniger sparen als zuletzt, sparen immerhin 29 Prozent auch wieder mehr als früher.

„Das Interesse am Sparen bei der Bank hat sich aufgrund der gestiegenen Zinsen und nach der langen Niedrigzinsphase im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt und erreicht wieder einen Spitzenwert. Sparen ist nach wie vor die beliebteste Anlageform“, sagt Robert Zadrazil, Vorstandsvorsitzender der UniCredit Bank Austria, „auch das Interesse an Wertpapieren steigt weiter, insbesondere bei jüngeren AnlegerInnen. 38 Prozent der Befragten geben an, mit Wertpapierinvestments bereits gute Erfahrungen gemacht zu haben. Besonders beliebt ist das Wertpapier-Sparen.“

Wertpapiere bleiben wichtiger Teil einer ausgewogenen Anlage-Strategie

Gefragt nach den tatsächlich genutzten Spar- und Anlageformen zeigen sich Sparprodukte mit 72 Prozent als die häufigste Investitionsform (Vorjahr: 57 Prozent), die Nutzung von Wertpapieren bleibt mit 27 Prozent stabil (2022: 28 Prozent). Bei WertpapierkundInnen besonders interessant ist das Wertpapier-Sparen: Rund 50 Prozent dieser Kundengruppe nutzen Wertpapier-Sparen und weitere 25 Prozent möchten diese Form der Anlage in Zukunft nutzen.

Rückgänge verzeichneten Anlageformen wie die private Pensionsvorsorge (2023: 13 Prozent, 2022: 22 Prozent), Lebensversicherungen (2023: 26 Prozent, 2022: 29 Prozent) oder auch Immobilien (2023: 19 Prozent, 2022: 25 Prozent).

Realer Vermögenserhalt durch Wertpapierinvestments in den letzten 10 Jahren möglich

Trotz gestiegener Zinsen dürfte das Geldvermögen der Haushalte in Österreich, das im Durchschnitt der letzten zehn Jahre rund 500 Milliarden Euro betrug, in diesem Zeitraum einen realen Verlust von 100 Mrd. Euro erlitten haben, Ursache dafür ist dabei vor allem die hohe Inflation in den letzten beiden Jahren. 2022 erzielte auch die Veranlagung in Wertpapiere aufgrund der Marktentwicklung keinen positiven realen Ertrag, allerdings konnten Haushalte, die ihr Geldvermögen in Wertpapiere veranlagten, in den letzten zehn Jahren den realen Wert ihres Vermögens erhalten, während das Vermögen bei Veranlagung in Spareinlagen durch die Inflation rund 25 Prozent seines realen Wertes verlor. 

„Langfristig konnte durch Veranlagung in Wertpapiere der reale Wert des Vermögens trotz des Inflationsschocks von 2022 und der schwierigen Marktentwicklung erhalten werden, dies ist auch in Zukunft zu erwarten“, meint UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer und ergänzt, „bei ausschließlicher Veranlagung in Bankeinlagen wird dies trotz gestiegener Zinsen auch in den nächsten Jahren nicht gelingen.“

Anleger-Typologie

Im Rahmen einer Anleger-Typologie sind die „Risikofreudigen“ in Österreich weiterhin klar in der Minderheit (7 Prozent), weitere 12 Prozent der Befragten sind „Risikovermeider“, 43 Prozent zählen zu den „Vorsichtigen“ (2019: 49 Prozent). Im Vergleich zum Jahr 2019 am stärksten gewachsen ist allerdings das Segment der „moderaten“ AnlegerInnen, zu dem mittlerweile 38 Prozent der Befragten zählen (2019: 29 Prozent). Das sind Menschen, die bereits erste Erfahrungen mit Wertpapieren gemacht haben und sich für neue Veranlagungstrends interessieren.

Insbesondere jüngere AnlegerInnen sehen Wertpapiere als attraktive Anlagemöglichkeit. Seit 2019 hat sich der Wert für die Nutzung dieser Anlageklasse bei BankkundInnen unter 30 Jahren verdoppelt, von 14 Prozent auf 28 Prozent.

Vorsorge ist für Frauen besonders wichtig

Der Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Anlage ist deutlich: Während für beide Geschlechter das Sparen an erster Stelle steht (Männer 73 Prozent, Frauen 72 Prozent), folgt bei Männern mit 39 Prozent auf Platz zwei das Investment in Wertpapiere, das bei den Frauen mit 16 Prozent erst an vierter Stelle kommt. Frauen geben Bausparen (32 Prozent), Lebensversicherungen (22 Prozent) und Immobilien (17 Prozent) den Vorzug vor Wertpapieren. Seit 2019 hat sich die Lücke zwischen Frauen und Männern sogar noch vergrößert.

„Die Veranlagung von Ersparnissen spielt eine unverzichtbare Rolle in der Zukunftsvorsorge. Einerseits ist es wichtig, kurzfristig einen Notgroschen beiseite zu legen, andererseits führt für den langfristigen Vermögenserhalt trotz gewisser Risiken auch an Veranlagungen in Wertpapiere kaum ein Weg vorbei. Es ist wichtig, das Bewusstsein für finanzielle Vorsorge zu schärfen, insbesondere bei Frauen. Wir bieten dazu in der UniCredit Bank Austria hochqualifizierte Beratung, welche Möglichkeiten es gibt“, betont Daniela Barco, Vorständin Privatkunden der UniCredit Bank Austria.

Nachhaltige Investments müssen attraktive Renditen bieten

Für 90 Prozent der WertpapierbesitzerInnen sind attraktive Renditen auch bei nachhaltigen Investments unverzichtbar (2019: 89 Prozent), 74 Prozent nennen als Motiv „Anlegen mit gutem Gewissen“ (2019: 78 Prozent). 88 Prozent der WertpapierbesitzerInnen haben mittlerweile auch nachhaltige Investments (2019: 80 Prozent). Immer stärker gefordert werden eine hohe Glaubwürdigkeit der Produkte sowie eine klare Abgrenzung von Greenwashing (40 Prozent der WertpapierbesitzerInnen fordern einen klar definierten Zusammenhang zwischen der Geldanlage und nachhaltigen Kriterien).

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