Und wieder einmal die ‚Pensionslücke‘

Thomas Neusiedler, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich , meinungsraum.at-Geschäftsführer Herbert Kling, Werner Panhauser, Vorstand für Vertrieb bei Helvetia Österreich: Studie zum Versicherungsverhalten von Berufseinsteigern.
© Helvetia

Thomas Neusiedler, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich , meinungsraum.at-Geschäftsführer Herbert Kling, Werner Panhauser, Vorstand für Vertrieb bei Helvetia Österreich: Studie zum Versicherungsverhalten von Berufseinsteigern.

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Die drohende Pensionslücke ist auch bei der Jugend angekommen: 66 Prozent der österreichischen Berufseinsteiger gehen davon aus, für ihren Lebensabend nicht ausreichend finanziell abgesichert zu sein. So das Fazit einer Umfrage im Auftrag der Helvetia in Österreich. Gleichzeitig belasten Geldsorgen die Berufseinsteiger – 61 Prozent sorgen sich um die Leistbarkeit von Wohnraum, 53 Prozent um die einer eigenen Familie.

Das Versicherungsverhalten der jungen Erwachsenen ist überraschend konventionell. Der persönliche Abschluss (54 Prozent) schlägt Online‐Versicherungen (15 Prozent) deutlich und Empfehlungen von Familie und Freunden sind bei fast zwei Dritteln der Befragten kaufentscheidend.

„Zukunftssorgen sind für junge Österreicher Geldsorgen und Versicherungen steigen in ihrer Bedeutung auch bei jungen Kunden. Insbesondere der Pensionsvorsorge schreiben 72 Prozent der Berufseinsteiger hierzulande zukünftig eine essenzielle Bedeutung für die persönliche Absicherung zu“, betont Herbert Kling, Geschäftsführer von meinungsraum.at. Obwohl Versicherungen in der Kohorte für wichtig befunden werden, fühlt sich mehr als ein Drittel (36 Prozent) der jungen Erwachsenen grundsätzlich nicht ausreichend versichert und gar zwei Drittel (66 Prozent) sehen den eigenen Lebensabend nicht als finanziell abgesichert. Weniger als vier von zehn Befragten (38 Prozent) fühlen sich gut über Versicherungsprodukte informiert.

Das sind einige Ergebnisse einer repräsentativen Studie, die das unabhängige Marktforschungsinstitut meinungsraum.at für Helvetia Österreich durchgeführt hat. Dafür wurden 500 junge Erwachsene zwischen 16 und 35 Jahren, die gerade den ersten Job angetreten haben oder demnächst antreten, zu ihrem Versicherungsverhalten und ihren Zukunftsplänen und ‑sorgen im November 2017 online befragt.

„Derzeit entspricht der Anteil dieser Altersgruppe etwa 11 Prozent unseres gesamten Polizzen‐Portfolios. Mit über 90 Prozent zählen die meisten Verträge der Berufseinsteiger zum Bereich Schaden‐Unfall, insbesondere zu KFZ (34 Prozent) und Haftpflicht/Rechtsschutz (33,5 Prozent). In die private Altersvorsorge und Unfallversicherung investieren mit 21 beziehungsweise 10 Prozent aller ‚jungen Verträge‘ noch viel zu wenige junge Erwachsene, obwohl das Bewusstsein für die Pensionslücke endlich wächst“, erklärt Werner Panhauser, Vorstand für Vertrieb bei Helvetia Österreich.

Überraschend konventionell

Trotz hoher Online‐Affinität schließen junge Erwachsene Versicherungen nach wie vor am liebsten auf klassischen Wegen ab: Zwar informiert sich die Mehrheit (71 Prozent) gerne online, bei der Vertragsunterzeichnung wird dann aber der persönliche Abschluss (54 Prozent) dem Online‐Abschluss (15 Prozent) deutlich vorgezogen. Dabei zeigt sich allerdings, dass Männer (66 Prozent) deutlich offener gegenüber einem Online‐Abschluss sind als Frauen (44 Prozent) und sie sich im Vergleich auch mehr online informieren.

Die wichtigste Hilfe bei der Entscheidung für ein Versicherungsprodukt sind unter den Berufseinsteigern Empfehlungen von Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern (59 Prozent), erst danach folgen Online‐Vergleichsangebote (41 Prozent) und unabhängige Berater (38 Prozent). Insgesamt ist die Gruppe der Berufseinsteiger auch wenig wechselwillig: Nur 24 Prozent geben in der Befragung eine hohe Wechselbereitschaft an.

„Persönliche Beratung ist auch den jungen Generationen extrem wichtig – selbst den Digital Natives. Das zeigt sich auch daran, dass Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld bei der Entscheidung für ein Versicherungsprodukt essenziell sind – und oft bleiben die Kinder einfach beim Berater der Eltern“, fasst Thomas Neusiedler, Vorstand für Schaden‐Unfall bei Helvetia Österreich, zusammen.

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