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Volksbanken: Gewinne brechen Corona‐bedingt deutlich ein

Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien.
© Robert Polster

Gerald Fleischmann, Generaldirektor Volksbank Wien

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Der Volksbanken-Verbund erzielte im Geschäftsjahr 2020 ein vorläufiges Ergebnis nach Steuern von 20 Millionen Euro - und damit 128,4 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.

Die Volksbanken haben am 26. Februar vorläufige Zahlen des Volksbanken‐Verbundes für das Jahr 2020 bekanntgegeben. Das vorläufige Ergebnis nach Steuern des Volksbanken‐Verbundes 2020 betrug wegen umfangreicher Vorsorgen für die negativen Covid‐19 Auswirkungen 20,0 Millionen Euro und lag damit um 128,4 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Die vorläufige Bilanzsumme des Volksbanken‐Verbundes stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf 29,4 Milliarden Euro. Die vorläufige Eigenmittelquote zum 31. Dezember 2020 lag bei 19,2 Prozent, die vorläufige harte Kernkapitalquote bei 14,1 Prozent. Das vorläufige Jahresergebnis nach Steuern des Volksbank Wien AG Konzern betrug 30,8 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2020 wies der Volksbank Wien AG Konzern eine vorläufige Eigenmittelquote von 32,7 Prozent sowie eine vorläufige harte Kernkapitalquote von 16,8 Prozent aus. Die Veröffentlichung der Geschäftsberichte der Volksbank Wien AG und des Volksbanken‐Verbundes für das Geschäftsjahr 2020 ist für den 8. April 2021 vorgesehen.

Pandemie beschleunigte die digitale Transformation

Auch für den Volksbanken‐Verbund waren die Corona‐Pandemie und deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen prägend. Dies führte zu neuen Arbeitsformen, wobei die interne Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen weiterhin sehr gut funktionierte. Ebenso erfolgten viele Schritte der technischen und organisatorischen Kooperation innerhalb des Verbundes rascher als geplant. Die Kundenbetreuung wurde im Jahr 2020 deutlich intensiviert, Generaldirektor DI Gerald Fleischmann von der Volksbank Wien nennt dafür zwei Gründe: „In der Krise haben unsere Kunden mehr denn je geschätzt, eine regionale Hausbank als zuverlässigen, schnellen und flexiblen Partner zu haben. Durch die vermehrte Nutzung der digitalen Kanäle, allen voran des im Vorjahr deutlich erweiterten hausbanking der Volksbank, haben die Kundinnen festgestellt, wie viele ihrer alltäglichen Geschäfte sie bei der Volksbank schon schnell, einfach und komfortabel online durchführen können.“

Operative Cost Income Ratio auf 73,6 Prozent gesenkt

Trotz der Belastungen durch die Corona‐Krise, dem Fortbestehen der extrem niedrigen Zinsen und der hohen regulatorischen Anforderungen konnte der Volksbanken‐Verbund im Jahr 2020 die Cost Income Ratio auf 73,6 Prozent senken. Dies ist sehr stark einer neuerlichen Senkung der Verwaltungskosten im Verbund um 4,2 Prozent auf 511,8 Millionen Euro zu verdanken. Die jährlichen Verwaltungskosten im Verbund konnten seit Beginn der Umstrukturierung vor fünf Jahren um mehr als 100 Millionen Euro gesenkt werden. Die Stabilität der Ertragsseite unter diesen sehr schwierigen Bedingungen freut Fleischmann besonders: „Die äußeren Rahmenbedingungen haben sich 2020 sehr anders entwickelt, als wir bei unserer Vorjahresplanung im Herbst 2019 prognostiziert hatten. Trotzdem erreichten wir viele der geplanten Ertragsziele, der Provisionssaldo war sogar höher als 2019. Unsere Strategie, hohe Beratungsqualität von unseren engagierten Mitarbeitern und professionelle Produktleistungen von ausgewählten Partnern wie Union Investment, Teambank und ERGO zu kombinieren, hat sich in dieser Phase bewährt.“

Konzentration auf die regionale Kreditversorgung Österreichs

Die Volksbanken haben den konsequenten Weg, sich als rein österreichische regionale Hausbanken mit großer Risikostreuung zu etablieren, auch im Jahr 2020 fortgesetzt. Die vorläufige harte Kernkapitalquote konnte auf 14,1 Prozent verbessert werden, die Liquiditätssituation ist durch das Wachstum bei den regionalen Einlagen weiterhin komfortabel und wurde auch durch eine 1,5 Milliarden Euro‐Refinanzierung der EZB (Teilnahme am TLTRO Programm) erweitert. Die Volksbanken haben die vorläufigen Risikokosten für das Jahr 2020 gegenüber 2019 von 22,1 Millionen Euro auf 126,0 Millionen Euro erhöht und damit 2021 Vorsorge für die möglichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona‐Pandemie reagiert. Ziel ist es, die Kreditkunden als stabiler und verlässlicher Partner durch die Krise und in den nächsten Aufschwung zu begleiten.

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