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Wertorientiertes Handeln in Unternehmen wird für Bewerber immer relevanter

Maximilian Mondel
Maximilian Mondel
Dass Geld für BewerberInnen nicht alles ist, ist längst eine Binsenweisheit und dass die soft factors immer wichtiger werden, auch. Dass Freunderlwirtschaft bei Unternehmen ein klarer "Abturner" für Bewerber ist, wurde aber selten so deutlich herausgearbeitet.

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Nicht nur die angeblich ach so anders denkende und agierende GenZ, sondern BewerberInnen in Österreich ganz generell, haben laut aktueller Umfragen von karriere.at ziemlich klare Vorstellungen davon, was sie sich von einem neuen Arbeitsverhältnis erwarten: Sie wünschen sich ein angenehmes Arbeitsklima und – no na – finanzielle Sicherheit, aber auch – und jetzt kommt’s – werteorientiertes Handeln: Am wichtigsten ist potentiellen ArbeitnehmerInnen in Österreich ein korrektes und integres Verhalten der Führungskräfte und Unternehmensleitung, gefolgt von Maßnahmen in Bezug auf Nachhaltigkeit und die Förderung von Frauen und Minderheiten. 

Laut der Umfrage „So ticken Kandidat*innen 2022“ der Karriere-Plattform karriere.at spielt für neun von zehn ArbeitnehmerInnen ein korrektes und integres Verhalten der Führungskräfte und Unternehmensleitung eine relevante Rolle bei der Bewertung von potenziellen Arbeitgebern. Für über die Hälfte der Befragten ist die fehlende Integrität von Führungskräften Grund genug, sich bei einem Unternehmen gar nicht zu bewerben. Auch interessant: Übernimmt ein Unternehmen, bei dem sich zu bewerben gedenkt, keine soziale Verantwortung, spricht das für ein Viertel der Befragten gegen eine Bewerbung und 17 Prozent würden sich nicht bei einem Unternehmen bewerben, das nicht nachhaltig agiert. Und zwei Drittel der Befragten sehen nachhaltige Initiativen und das Übernehmen sozialer Verantwortung auf Unternehmensseite als einen ansprechenden Benefit bei einem neuen Arbeitgeber.

Unternehmen, die auch in Zukunft die bestmöglichen BewerberInnen ansprechen wollen, müssen also trachten, die gesellschaftliche Verantwortung ernst zu nehmen: in Hinblick auf den ökologischen Fußabdruck, in Hinblick auf den Umgang mit Minderheiten und Frauen und in Hinblick auf die Führungskultur im Unternehmen insgesamt. Wer diese Themen nicht aktiv angeht, verliert auf lange Sicht an Attraktivität als Arbeitgeber. Aber Tun alleine reicht natürlich nicht. Tue Gutes und rede darüber, heißt es so schön. Es braucht also behutsame, klare und glaubhafte Kommunikation dieser Werte. Und da hakt es ein wenig: Denn nur etwa ein Drittel der im Rahmen der karriere.at-Umfrage befragten Unternehmen kommuniziert überhaupt ihre Werte auf den Karriereseiten des Unternehmens und nur rund ein Viertel in ihren Stelleninseraten. Diesbezüglich tut bei vielen Unternehmen nicht nur zartes Umdenken Not, sondern ein kompletter U‑Turn in ihren Kommunikations‑, aber auch in ihren Human-Ressources-Strategien.

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