Wiener Börse: Erstes Halbjahr bringt Volatilität, hohe Umsätze und Höchststände bei Anleihen‐Listings

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Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet der Aktienumsatz an der Wiener Börse ein Plus von 23,86 Prozent im ersten Halbjahr 2020.

Die Handelsumsätze an der Wiener Börse entwickelten sich im 1. Halbjahr 2020 positiv: mit 39,18 Milliarden Euro liegen sie mehr als ein Fünftel über der Vergleichsperiode des Vorjahres. Gleichzeitig baute der heimische Börsenbetreiber seine Marktanteile aus. Die Zahl der neu an der Wiener Börse gelisteten Anleihen hat sich verglichen zum ersten Halbjahr 2019 mehr als verdreifacht. Seit Beginn des Jahres gab es 1.020 neue Bond‐Listings. 676 stammen von internationalen Kunden, darunter die Banco Bilbao Vizcaya Argentina, die zweitgrößte Bank Spaniens und eine der 50 größten Banken weltweit. Seit März ist sie der größte Anleiheemittent in Wien. „Die Infrastruktur der Wiener Börse ist die optimale Plattform für heimische Unternehmen. Dass mehr Unternehmen die heimische Börse nutzen, wird für künftiges Wachstum entscheidend sein. Während aktuell noch Kredite im Vordergrund stehen, wird bald die Stunde des Eigenkapitals schlagen. Denn der Weg aus der Krise führt langfristig nur über Rekapitalisierung“, sagt Börsenvorstand Boschan. „Damit es für Österreichs Wirtschaft schneller bergauf geht, braucht es eine rasche Fortsetzung des von der Regierung vor Corona eingeschlagenen Weges.“

Pandemie sorgt für Schwankungen an den Börsenmärkten

In einem global von Unsicherheiten geprägten ersten Halbjahr 2020 beträgt der Aktienumsatz an der Wiener Börse 39,18 Milliarden Euro, ein Plus von 23,86 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2019: 31,64 Milliarden Euro). Mit 6,53 Milliarden Euro liegt der durchschnittliche Monatsumsatz in Wien auf dem höchsten Wert seit 2010. An den beiden stärksten Handelstagen im ersten Halbjahr 2020, dem 20. März und dem 19. Juni (Quartalsverfallstag), wurden 777 und 915 Millionen Euro umgesetzt. Die umsatzstärksten österreichischen Aktien im ersten Halbjahr 2020 waren Erste Group Bank AG mit 7,09 Milliarden Euro, vor OMV AG mit 5,51 Milliarden Euro und Raiffeisen Bank International AG mit 3,34 Milliarden Euro. Auf Platz vier und fünf folgten voestalpine AG (3,12 Milliarden Euro) und Verbund AG (2,46 Milliarden Euro). Neue Initiativen der Wiener Börse, wie der Handel an Feiertagen und die Erweiterung des internationalen Segments „global market“, liefern zusätzliches Volumen. Im Global Market verzeichnet die Wiener Börse 2020 bislang über 1,73 Milliarden Euro Umsatz, im gesamten Jahr 2019 waren es 1,79 Milliarden Euro. Der Feiertagshandel am 6. Jänner (138 Millionen Euro, im Vorjahr fiel der 6. Jänner auf ein Wochenende), 21. Mai (185 Millionen Euro, Plus 40 Miollionen mehr als im Vorjahr) und 11. Juni (288 Millionen Euro, 87 Millionen mehr als im Vorjahr) brachte zusätzliche 611 Millionen Euro. Über 85 Prozent der Aktienumsätze an der Wiener Börse kommen von internationalen Handelsteilnehmern.

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Corona‐Sorgen belasten die Aktienmärkte weltweit

Der heimische Leitindex ATX fiel im Jahresverlauf 2020 um 29,14 Prozent. Das Jahreshoch am 2. Jänner lag bei 6.208 Punkten, das Jahrestief am 18. März bei 3.135 Punkten. Seit dem Jahrestiefststand und dem gemeinsamen Aufruf der börsennotierten Unternehmen und wichtiger Stakeholder an die Investoren, sich nicht von österreichischen Aktien abzuwenden, verzeichnete der österreichische Nationalindex einen Zuwachs von Plus 38,47 Prozent. Die Marktkapitalisierung aller heimischen, an der Wiener Börse notierten Unternehmen lag per 30. Juni 2020 bei 90,04 Milliarden Euro.

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