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Wüstenrot gründet eigene Privatkundenbank

Generaldirektorin Susanne Riess, Vorstandsvorsitzende der Bausparkasse Wüstenrot AG
© Wüstenrot AG

Generaldirektorin Susanne Riess, Vorstandsvorsitzende der Bausparkasse Wüstenrot AG

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Wüstenrot Österreich wird eine eigene Bank für Privatkunden gründen. Die neue Wüstenrot Bank sei eine perfekte Abrundung des Geschäftsmodells. Die Konzession ist beantragt, der Betrieb soll am 1. April 2022 aufgenommen werden. Filialen sind keine geplant.

„Wir wollen für unsere Kunden ein echter Allfinanzdienstleister sein“, sagte Wüstenrot‐Chefin Susanne Riess zur APA. Ihre Bankgeschäfte können die Kunden online und auch mit Unterstützung der Finanzberater abwickeln. Wüstenrot setze wie bei den anderen Produkten aus der Bausparkasse und der Versicherung auf ein hybrides Vertriebsmodell, so Riess. Die Bank weise durch die Nutzung modernster Technologien eine schlankere Kostenstruktur auf als traditionelle Banken und biete durch die bestehende Vertriebsstruktur ein Höchstmaß an persönlicher Beratung. 

Geben wird es in der neuen Bank Girokonten, Hypothekarkredite und Sparprodukte – sowohl täglich fällig als auch mit fixen Laufzeiten – sowie internetfähige Debit‐ und Kreditkarten, so Wolfgang Hanzl, derzeit Vorstand der Projektgesellschaft Wüstenrot & You und künftiger Bankvorstand. Derzeit kann die Wüstenrot‐Gruppe über die Bausparkasse besicherte Bauspardarlehen bis zur Höchstbeitragsgrenze von 200.000 Euro pro Kunde anbieten bzw. von 30.000 Euro bei unbesicherten Darlehen. Durch die Gründung der Bank können künftig auch erweiterte und flexiblere Wohnraumfinanzierungen angeboten werden. Konsumkredite werde man über andere Banken vermitteln und nicht in den eigenen Büchern haben. Ab dem dritten Jahr könnten auch Wertpapierdepots dazukommen. Der Konzessionsantrag für die Bank sei am Freitag der Vorwoche gestellt worden, nun liefen die Vorarbeiten. Zum Start im April 2022 werde die Bank rund 40 Mitarbeiter beschäftigen. Hanzl rechnet nach zehn Jahren mit 160.000 bis 200.000 Kunden. Ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei im dritten Jahr zu erwarten. 

Kooperationsverträge der Wüstenrot‐Bausparkasse und ‑Versicherung mit ihren Vertriebspartnern aus dem Banken‐ und Versicherungsbereich laufen weiter, so Riess. Bei der Bausparkasse beispielsweise komme rund die Hälfte des Geschäfts über die Bankvertriebspartner. „2020 haben wir alle außergewöhnlich viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht. Unser zu Hause hat zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Das sehen wir auch an den Geschäftszahlen: wir werden im Bereich der Wohnraumfinanzierungen mit einem deutlichen Plus abschneiden: und zwar an die 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich des Sparens werden wir das Niveau halten können“ so Riess. „In der Schaden/Unfall Versicherung werden wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein Plus gegenüber 2020 erzielen.“ Wüstenrot habe es geschafft, sich sehr schnell auf die geänderten Rahmenbedingungen im Interesse der Kunden umzustellen und digitale Services dort anzubieten, wo notwendig.

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