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YouGov‐Umfrage: Österreich bleibt Bargeld treu, jüngere Generation nutzt häufiger Apple Pay

© BearingPoint/Photo Simonis

Christian Bruck, BearingPoint

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Laut aktueller Umfrage setzt der DACH-Raum setzt weiterhin auf Bargeld beim Bezahlvorgang. Kontaktloses Bezahlen nimmt stetig zu, auch Bezahldienste werden immer beliebter. Die Debit- bzw. Bankomatkarte bleibt nach Bargeld in Österreich weiterhin die Nummer 2.

Noch kommt an Bargeld niemand vorbei. Die verwendeten Daten, die darauf schließen lassen, beruhen auf einer Online‐Umfrage von YouGov Deutschland im Auftrag von BearingPoint. Nach wie vor ist es das am meisten genutzte Zahlungsmittel in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Doch der Boom des kontaktlosen Bezahlens hält weiter an und hat in vielen Varianten weiter zugenommen, insbesondere per Debit‐ und Kreditkarte, aber auch mittels mobiler Bezahlsysteme.

Bargeld bleibt die Nummer Eins, Verwendung von Bargeld geht zurück

Die Verwendung von Bargeld bleibt das am meisten verwendete Zahlungsmittel im DACH Raum, doch die Häufigkeit der Nutzung im Vergleich zum Vorjahr hat abgenommen. In Österreich nutzen aktuell noch 78 Prozent (im Vorjahr 83 Prozent) häufig Bargeld, trotz der Pandemie ist die Nutzung nur um 5 Prozentpunkte zurückgegangen. In der Schweiz liegt das Ergebnis aktuell bei 64 Prozent (im Vorjahr 71 Prozent), in Deutschland ging die Nutzung am stärksten zurück von 75 Prozent im Vorjahr auf aktuell 66 Prozent in 2021. Einen gänzlichen Verzicht auf Bargeld kann sich laut der Umfrage die große Mehrheit der Befragten in allen drei Ländern aber nicht vorstellen. Auch eine Abkehr vom Bargeld in den nächsten fünf oder zehn Jahren ist – wie schon im Vorjahr – für deutlich über 60 Prozent aller Befragten derzeit nicht vorstellbar.

Wichtigsten Eigenschaften für die Bargeldnutzung: Anonym und vertraut

In Österreich wird die Anonymität von Bargeld mit 59 Prozent bewertet, zweiter Platz Vertrautheit (58 Prozent) und am dritten Platz schnelles Bezahlen mit 47 Prozent. Wie schon im vergangenen Jahr ist bei den Deutschen vor allem die Vertrautheit von Bargeld mit 58 Prozent und in der Schweiz mit 53 Prozent die jeweils wichtigste Eigenschaft für die Bargeldnutzung.

Kontaktloses Bezahlen boomt: Debit‐ bzw. Bankomatkarte wird Nummer Zwei, Nutzung von PayPal geht in Österreich zurück

Kontaktloses Bezahlen mit der Debit‐ bzw. Bankomatkartekarte ist in Österreich mit 67 Prozent sehr beliebt und im Vergleich zu 2020 weiter angestiegen. Die Nutzung von PayPal geht in Österreich zurück auf 42 Prozent (Rückgang von 5 Prozentpunkten). In Deutschland bleibt PayPal mit 59 Prozent auf Platz 2 der häufig genutzten Zahlungsmittel. In der Schweiz liegt dieser Wert bei nur 31 Prozent. Die nationale Bezahllösung TWINT hat mit 45 Prozent eine starke Marktstellung in der Schweiz.

Christian Bruck, Partner und Experte für das Thema Zahlungsverkehr bei BearingPoint, dazu: „Die Entwicklungen im Bereich Zahlungsverkehr als die wichtigste Kundenschnittstelle für Banken, gehen schnell voran und zeigen den Bedarf auf für eine digitale Transformation. FinTechs und große Tech‐Unternehmen kommen so in die ursprünglich von den Banken dominierten Geschäftsfelder und nehmen traditionellen Banken Marktanteile – auch im Zahlungsverkehr – weg. Das Zahlverhalten jedes Einzelnen verändert sich üblicherweise nur langsam. Die aktuelle Entwicklung trifft auf eine Technik‐affine junge Bevölkerung und wird zusätzlich auch noch durch die Erfahrungen aus der Covid‐19‐Pandemie verstärkt.

Bernhard Krick, Managing Director OeNPAY, ergänzt: „Unsere Innovationstätigkeit wird den Wettbewerb anregen und den Wirtschaftsstandort Österreich stärken, dabei ist uns die Unabhängigkeit des Zahlungsverkehrs in Europa ein Anliegen,“ sagt Bernhard Krick, Geschäftsführer OeNPAY und meint weiter: „Wir achten besonders darauf, dass trotz fortschreitender Digitalisierung der Zugang zum Zahlungsverkehr für keine Bevölkerungsgruppe erschwert wird.“

Kontaktlose Zahlung besticht Verbraucher vor allem durch Schnelligkeit und Hygiene

Gefragt nach den Eigenschaften des kontaktlosen Zahlens, spielt in allen drei Ländern nach wie vor die Schnelligkeit und die hygienische Sicherheit eine große Rolle. Schnelligkeit steht als Grund in der Schweiz für 69 Prozent, in Österreich für 66 Prozent und in Deutschland für 52 Prozent der Befragten ganz oben in der Liste. Auch die hygienische Sicherheit (z.B. gegen Ansteckung mit Covid‐19) spielt wie schon im Vorjahr für viele in Deutschland (47 Prozent), in Österreich (56 Prozent) und in der Schweiz (56 Prozent) eine große Rolle.

Stärkste Nutzung von Apple Pay in Österreich im DACH‐Vergleich durch junge Generation

In Deutschland und Österreich spielen weiterhin mobile Bezahlsysteme, wie beispielsweise Apple Pay oder Google Pay, mit rund fünf Prozent Nutzung noch eine untergeordnete Rolle. Insbesondere Apple Pay wird jedoch bei der jungen Generation inzwischen deutlich häufiger genutzt. Unter den 18‐ bis 24‐Jährigen nutzen in Österreich bereits 14 Prozent, in Deutschland und in der Schweiz inzwischen 12 Prozent die Bezahlmöglichkeit per Apple Pay häufig. Im Vorjahr hatten nur sechs Prozent der jungen Altersgruppe in der DACH‐Region diesen Paymentdienst angegeben.

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