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Zahlen Sie bar oder identifizieren Sie sich mit Ihrem Gesicht?

Maximilian Mondel
Maximilian Mondel
In der Moskauer U-Bahn kann man den Bahnsteig neuerdings nicht nur dann betreten, wenn man sein Ticket käuflich erwirbt, sondern auch, wenn man bloß sein Gesicht in die Kamera hält und dadurch beweist, dass man eine Netzkarte erworben hat.

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Haben Sie schon mal Ihr Gesicht zu Hause vergessen? Eben. Mit der Geldbörse oder dem Fahrausweis sieht es da schon anders aus. Die sind schnell mal nicht bei der Hand, wenn man sie gerade braucht. Etwa in der U‑Bahn. Oder im Supermarkt. Oder in der Bank. In der russischen Hauptstadt ist es neuerdings egal, ob Sie Ihre Geldbörse oder Ihren Fahrausweis mithaben, denn in Moskau identifiziert man sich in der U‑Bahn, in X5-Supermärkten und in Sberbank-Filialen neuerdings mit dem eigenen Konterfei.

Die entsprechende Meldung über „Pay per Face“ wurde in den vergangenen Tagen und Wochen in den unterschiedlichsten Medien gepublisht – und überall war der Tenor ein ähnlicher: Dass es nämlich in Moskau eventuell keine gute Idee ist, mit dem eigenen Gesicht zu bezahlen, weil die Behörden dann immer ganz genau wissen, wo man sich zu welchem Zeitpunkt aufgehalten hat.

Wäre die frohe Botschaft über den groß angelegten Einsatz von „Pay per Face“ aus Zürich oder Paris oder London gekommen, hätte die Reaktion der Medienwelt wohl anders ausgesehen, denn die Vorteile liegen – außer man hat einen Doppelgänger oder einen eineiigen Zwilling – auf der Hand. Und spannend ist das, was da in Moskau in großem Stil aufgezogen wurde, in jedem Fall. 

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