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DevOps – Key Enabler für die Digitale Transformation

Dr. Henning Ehm über DevOps in der digitalen Transformation
© Nagler & Company
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Dr. Henning Ehm, DZ Bank AG, berichtet im Interview über seinen Erfahrungen mit DevOps. Dabei geht Herr Dr. Ehm auf die Hürden, die es bei der Einführung bei der DZ Bank AG gab ein und wie diese am besten vermieden werden.

Nahezu alle Unternehmen benötigen im Rahmen Ihrer digitalen Transformation mehr Software bei gleichzeitig verkürzter Time-to-Market. DevOps bildet hierbei einen wichtigen Baustein in der Transformation der Requirement-to-Deploy Wertschöpfungskette.

ForumF: Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit DevOps gemacht?

Dr. Ehm: Ich habe durchwegs gute Erfahrungen mit DevOps gemacht. Da es sich jedoch um ein großes „Change“ ‑Thema handelt, sind anfängliche Widerstände zu erwarten. Hier bedarf es einer gewissen Gelassenheit und Ausdauer.

ForumF: Was waren die Gründe, weshalb ihr Haus auf dieses Thema aufgesprungen ist?

Dr. Ehm: Hauptsächlich, um Deployments und Releases zu beschleunigen sowie die Qualität unserer Arbeit zu erhöhen. Außerdem reduzieren sich dadurch Aufwände, bei Deployments und Releases sowie bei Abstimmungen zwischen den beteiligten Parteien.

ForumF: Wie läuft die Einführung bei Ihnen bzw. wie lange beschäftigen Sie sich schon damit?

Dr. Ehm: Ich beschäftige mich mit DevOps seit 2017, Projekt(e) in dem Gebiet betreue ich seit 2018. Mein Schwerpunkt liegt im Aufbau einer unternehmensweiten CI/CD/RO-Plattform. CI steht dabei für Continuous Integration, CD für Continuous Delivery und RO für Release Orchestration. Seit Januar 2020 verstetigte sich das Thema bei uns durch den parallelen Aufbau einer Linienorganisation. 2021 lag der Schwerpunkt auf der Integration mit dem Change-Prozess (nach ITIL) sowie den Tools für die Testautomatisierungen.

ForumF: Wie waren die Reaktionen der Mitarbeitenden auf die Einführung?

Dr. Ehm:  Die anfänglichen Reaktionen unserer Mitarbeitenden waren gemischt. Mit fortschreitender Nutzung der Plattform hat sich dies jedoch ins positive gewandelt.

ForumF: Sprechen wir ein wenig über Dos and Don‘ts bei der Einführung von DevOps. Gibt es Dinge die Sie rückblickend anders machen würden?

Dr. Ehm: Zum einen würde ich früher eine Demoanwendung bauen, an der Prinzipien und Techniken konkret gezeigt werden können. Außerdem empfehle ich, früher regelmäßige Tech Talks abzuhalten, um die unterschiedlichen Aspekte und Techniken einem breiteren Publikum vorzustellen. Was auf jeden Fall zu vermeiden ist, dass die Technik einfach nur hingestellt wird und dann angenommen wird, dass diese richtig verwendet wird. Denn DevOps ist zu 50 Prozent Technik und zu 50 Prozent Verhalten bzw. Methodik.

ForumF: Welche Erfahrungen haben sie mit den eingesetzten Tools und deren Hersteller?

Dr. Ehm: Ich bin der Ansicht, dass die meisten Tools recht ausgereift und hinreichend flexibel in der Integration bzw. der Anpassung sind. Außerdem pflegen wir eine gute Zusammenarbeit mit unserem Haupthersteller CloudBees.

ForumF: Wie könnte eine Blaupause für die Einführung von DevOps aussehen?

Dr. Ehm: Die Einführung sollte sich immer an den konkreten Bedürfnissen der Organisation ausrichten. Eine typische Reihenfolge besteht zuerst aus CI, gefolgt von CD und dann Testautomatisierung für eine Anwendung oder einen Anwendungscluster. Erst danach folgt die Skalierung in die Breite.

ForumF: Haben Sie bei der Umsetzung auf externe Unterstützung zurückgegriffen und wenn ja, wie war Ihre Erfahrung damit?

Dr. Ehm: Ja, wir haben auf externe Unterstützung gesetzt und das auch mit guter Erfahrung. Im Bereich CI gibt es am (Berater-) Markt ein recht großes Angebot. Im Bereich CD gibt es ein sehr überschaubares Angebot bei den etablierten Unternehmen, jedoch konnten wir auch hier letztendlich passende Unterstützung finden.

ForumF: Welche KPIs haben Sie zu Beginn des Projektes ausgewählt, um den Erfolg der Einführung von DevOps zu messen?

Dr. Ehm: Bei CI haben wir als KPI die Anzahl der Repositories, die auf der neuen Plattform automatisch gebaut werden im Verhältnis zur Menge der aktiven Repositories genommen. Bei CD haben wir die Anzahl der Repositories, die automatisch über die neue Plattform deployed werden im Verhältnis zur Anzahl der Repositories, die über CI automatisch gebaut werden, festgelegt. Und zusätzlich bei CD noch die Anzahl der Applikationen, die auf der Plattform ongeboarded sind.

ForumF: Welche Durchlaufzeit haben Onboardings von Applikationen auf die DevOps-Plattform bei Ihnen im Schnitt?

Dr. Ehm: Die Durchlaufzeiten sind sehr unterschiedlich. Einfache standardisierte Anwendungen, wie zum Beispiel der Webserver mit einer Datenbank, können in wenigen Tagen ongeboarded werden – inklusive Basisschulung des Anwendungsteams. Komplexe Anwendungen, wie zum Beispiel ein komplettes Handelssystem, benötigen meist mehrere Monate.

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