Allianz sieht BIP bei Plus 2,6 Prozent

© Markus Dlouhy
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„Die Binnennachfrage erweist sich weiter als sehr robust. Die Investitionen profitieren von der überdurchschnittlich hohen Kapazitätsauslastung in der Industrie und der Konsum von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt“, kommentiert Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, die wirtschaftliche Situation in Österreich. Die Phase der Hochkonjunktur setze sich weiter fort: Für 2018 mit einem realen BIP-Wachstum von 2,6 Prozent. Im kommenden Jahr erwartet der Allianz-Analyst real ein Plus von 2,1 Prozent. „Das sind die stärksten Wachstumsraten seit dem Jahr2007!“.

„Trotz politischer Risiken wächst die Weltwirtschaft – im Jahr 2018 mit 3,3 Prozent und 2019 mit voraussichtlich 3,1 Prozent.“ Bereits im Jahr 2017 ist die Weltwirtschaft mit Plus 3,3 Prozent „so stark gewachsen wie seit 2011 nicht mehr“.

Heise erwartet in Europa einen weiteren Konjunkturaufschwung, auch getragen von der „expansiven Wirkung der Geldpolitik“ – muss aber auch eine Warnung aussprechen: „Die politische Lähmung in Europa könnte die Konjunktur gefährden!“ Konkret erwartet die Allianz für heuer einen BIP‐Anstieg in Europa von 2,1 Prozent und 1,9 Prozent im kommenden Jahr.

Im Gegensatz zu den meisten EWU‐Ländern konnte die österreichische Wirtschaft die hohe Wachstumsdynamik des vergangenen Jahres auch im ersten Quartal 2018 beibehalten, kommentiert Heise: „Die Binnennachfrage erweist sich weiter als sehr robust. Die Investitionen profitieren von der überdurchschnittlich hohen Kapazitätsauslastung , der Konsum von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt“. Die Phase der Hochkonjunktur setze sich damit in Österreich weiter fort. Für das laufende Jahr rechnet die Allianz mit einem kräftigen realen Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. Damit einher gehen, erwartet Heise, „ein spürbarer Rückgang bei der Arbeitslosigkeit und ein deutlicher Beschäftigungsanstieg“.

Euroraum: Krisenresistenter

Im Euroraum seien „die Altlasten der Krise und makroökonomische Ungleichgewichte“ in den letzten Jahren kontinuierlich reduziert worden; parallel „hat ein Trend zu mehr Konvergenz unter den Mitgliedsländern“ bei zentralen gesamtwirtschaftlichen Größen eingesetzt. Heise: „Obwohl Schwächen wie der immer noch hohe öffentliche Schuldenstand fortbestehen, spricht einiges dafür, dass der Euroraum derzeit krisenresistenter und stabiler dasteht als vor der Krise im Jahr 2007“, betont Heise. Doch mit den Brexit‐Verhandlungen, den politischen Risiken in Italien und der unsicheren Regierungssituation in Spanien sei Europa so beschäftigt, dass weniger Handlungskraft und Ressourcen für andere wichtige Angelegenheiten verbleiben. Im Euroraum sieht die Allianz aktuell im Vergleich zu rein wirtschaftlichen Gefahren die politischen Risiken als schwerwiegend an.

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