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© OeNB / Christian Stöckl

OeNB-Prognose bis 2028

OeNB-Prognose: Schrittweise Stabilisierung der Konjunktur

Die Oesterreichische Nationalbank erwartet für Österreich bis 2028 eine langsame konjunkturelle Erholung. Niedriges Wachstum, ein angespannter Arbeitsmarkt und rückläufige Inflation prägen den Ausblick in einem weiterhin herausfordernden Umfeld.

Blick in die Zukunft

Die im Dezember 2025 veröffentlichte Prognose der Oesterreichischen Nationalbank für die Jahre 2025 bis 2028 zeigt eine vorsichtige Stabilisierung der österreichischen Wirtschaft nach zwei Rezessionsjahren. Für 2025 wird ein Wachstum von 0,6 Prozent erwartet, das sich 2026 auf 0,8 Prozent und 2027 auf 1,1 Prozent beschleunigen soll. Gleichzeitig steigt die Arbeitslosenquote 2025 auf 7,5 Prozent und geht erst ab 2027 wieder zurück. Die Inflation liegt 2025 bei 3,6 Prozent, sinkt jedoch infolge auslaufender Energiepreismaßnahmen und schwächeren Lohnwachstums 2026 auf 2,4 Prozent und 2027 auf 2,1 Prozent. OeNB-Gouverneur Martin Kocher betont, dass sich die Wirtschaft zwar behutsam erholt, das Umfeld jedoch durch Wettbewerbsverluste, Handelskonflikte und globale Unsicherheit weiterhin anspruchsvoll bleibt.

Exportdruck, Konsum und Budgetlage bleiben zentrale Herausforderungen

Besonders die Exportwirtschaft steht unter Druck, unter anderem durch die schwache deutsche Industriekonjunktur, hohe Kosten, die Euro-Aufwertung sowie zunehmenden internationalen Wettbewerb. Die Bauwirtschaft liefert in den kommenden Jahren nur geringe Impulse, während der private Konsum moderat wächst, gestützt durch einen Rückgang der Sparquote. Die Budgetlage bleibt angespannt: Der Budgetsaldo verbessert sich 2025 auf minus 4,5 Prozent des BIP und nur leicht auf minus 4,2 Prozent in den Jahren 2026 und 2027, während die Schuldenquote bis 2028 auf 86,8 Prozent ansteigt. Zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen gelten daher als notwendig. Gleichzeitig sieht die Nationalbank ausgeglichene Prognoserisiken, wobei sowohl geopolitische Unsicherheiten als auch eine mögliche stärkere Erholung von Bauwirtschaft und Konsum die weitere Entwicklung beeinflussen können.



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