Wiener Start‐up Fiskaly erobert deutschen Markt

Patrick Gaubatz (CTO), Johannes Ferner (CEO) und Simon Tragatschnig (COO) von Fiskaly
© Fiskaly

Patrick Gaubatz (CTO), Johannes Ferner (CEO) und Simon Tragatschnig (COO) von Fiskaly

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Das Wiener FinTech-Startup Fiskaly bietet in Österreich seit 2015 seine Fiskalisierung-Lösung für Registrierkassen an. Doch nun möchte es auch den deutschen Markt für sich gewinnen.

Im Jahr 2016 wurde in Österreich die Registrierkassenpflicht eingeführt. Die damit verbundene Dokumentation von Zahlungsein und ‑ausgängen sorgte bei Österreichs Unternehmern für Unmut. Diese Chance nutzte das Start‐up Fiskaly aus Wien und bot Lösungen an, um jenen Unmut besänftigen. Mit 1. Jänner diesen Jahres trat die neue Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) in Deutschland inkraft. Aufgrund von der Corona‐Pandemie gewährt der Staat allerdings nun noch Aufschub bis März 2021. Somit steigt auch in Deutschland die Nachfrage nach Computer‐Programmen wie von Fiskaly, welche die Dokumentation der Zahlungen vereinfacht und korrekt abwickelt. Johannes Ferner, Co‐Founder und CEO von Fiskaly, erklärt, was sie am Markt unterscheidet: „Im Gegensatz zu unserem Mitbewerb, der mit USB‐Sticks und SD‐Karten zur Datensicherung und ‑Dokumentation arbeitet, bieten wir eine komplett Cloud‐basierte Lösung. Es ist also keine zusätzliche Hardware nötig. Wir sind der erste Cloud‐Anbieter, welcher in die Zertifizierung beim Deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), gestartet ist.” 

Orderbird und ready2order als wichtige Partner 

„Unsere Kunden sind Kassenhersteller oder Retailer mit mehr als 1000 Kassen“, erklärt Ferner Fiskaly’s Zielgruppe. Der derzeit größte Partner ist Orderbird, deutscher Marktführer für iPad‐Kassen. Mit diesem Partner werden mehr als 26.000 Endkunden in Deutschland erreicht. „Dies ist nur der erste Roll‐out der Bestandskunden. Wir avisieren aktuell etwa 400.000 Kassen für Ende 2021“, kommentiert Ferner. Als größter österreichischer Kunde ist das Scale‐Up ready2order zu nennen, welches auch bei der Erschließung des deutschen Marktes unterstützt. 

Die Lösung als Gesamtpaket 

Überzeugen will man aber nicht nur mit dem Basis‐Produkt, sondern mit einem Gesamtpaket. „Wir decken über unser SaaS‐Modell weitere Prozesse ab, etwa Asset Management, die Anmeldung von Kassen bei der Verwaltung und Multi‐Management der Endkunden. Dabei sind wir vollkommen Plattformunabhängig. Die Daten werden dann sauber auf einem Dashboard dargestellt, wo man alle notwendigen Exporte einfach durchführen kann“, so Ferner. Der deutsche Markt bietet nämlich laut dem Fiskaly‐CEO 3,5 – 4 Millionen relevante Kassensysteme, die als potentielle Kunden in Frage kommen. „Mit unserer SaaS‐Lösung konnten wir bereits über 135 Millionen Signaturen für den deutschen Markt durchführen. Wir können mehr als 10.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten. Bis kommendes Jahr werden wir auf 20.000 kommen“, so der Co‐Gründer. 

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