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Studie: Österreicher verfügen über besseres Finanzwissen als noch vor ein paar Jahren

Eine Studie der Österreichischen Nationalbank geht dem Finanzwissen und -verhalten der Österreicher nach. Die Umfrage zeigt: Finanzielle Bildung in Österreich gleichmäßig über verschiedene Altersgruppen verteilt. Aber: Skepsis bei Finanzinnovationen.

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Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) führte 2019 eine repräsentative Umfrage zu Finanzwissen und ‑verhalten in Österreich durch. Die Umfrage ist Teil einer weltweiten OECD-Studie zur finanziellen Allgemeinbildung von Jugendlichen und Erwachsenen. In der österreichischen Erhebung wurden die sieben Finanzwissensfragen der OECD um drei weitere Fragen ergänzt. Die Ergebnisse der OeNB-Studie zeigen, dass ein Großteil der Probanden auf eher einfachere Fragen die richtige Antwort weiß. Während 89 Prozent der Befragten wissen, dass eine hohe Inflation schnell steigende Lebenserhaltungskosten bedeutet, ist einem Viertel der Befragten nicht bewusst, dass man dadurch mit derselben Geldmenge nach einem Jahr weniger kaufen kann. Etwa ein Drittel der Teilnehmenden versteht die Auswirkungen von Wechselkursbewegungen auf Fremdwährungskredite nicht. Die meisten Schwierigkeiten bereiteten die Fragen zu Konzepten der Risikostreuung und Zinseszinsen.

Studie: Österreicher verfügen über besseres Finanzwissen als noch vor ein paar Jahren

Im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2014 hat das Finanzwissen der österreichischen Bevölkerung jedoch signifikant zugenommen: 2019 waren 28 Prozent der Befragten in der Lage, alle sieben OECD-Wissensfragen richtig zu beantworten, im Vergleich zu nur 19 Prozent im Jahr 2014. Etwa drei Viertel der Befragten konnten mindestens fünf Fragenrichtig beantworten, 2014 waren es noch 65 Prozent.

Ältere verfügen über besseres Finanzwissen – Jüngere offen für Finanzinnovation

Zudem zeigt die OeNB-Umfrage, dass Herr und Frau Österreicher vorsichtig, risikoscheu und vorausschauend agieren, wenn es um ihre Finanzen geht. Sie haben Vertrauen in das österreichische Finanzsystem und begrüßen ethische Normen auf diesem Gebiet. Finanzinnovationen werden hingegen noch mit Skepsis betrachtet. Finanzielle Bildung ist in Österreich laut Studie relativ gleichmäßig über verschiedene Altersgruppen verteilt. Allerdings unterscheiden sich 15- bis 38-Jährige in folgender Hinsicht von älteren Personen: Sie verfügen über ein niedrigeres Niveau an Finanzwissen, sind finanziell weniger organisiert und sie legen risikoreicheres und weniger zukunftsorientierteres Verhalten an den Tag. Dafür sind sie offener für Finanzinnovationen wie beispielsweise digitale Zahlungsmittel.

Hier geht’s zur Studie.

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