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Mogelpackungen, Irreführungen und Halbwahrheiten

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Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) kürt regelmäßig die ärgerlichsten Lebensmittel-Produkte des Jahres mit den „KONSUM-Enten“. Der Hauptpreis geht für 2020 an Marchfelder Brokkoli von Iglo, die eigentlich aus Ecuador stammen.

Da bleibt einem doch glatt das Essen im Halse stecken: Marchfelder Brokkoli, die eigentlich aus Ecuador stammen, Mogelpackungen im Snack‐Regal, Thunfisch natur, dem Aromastoffe zugesetzt wurden, eine Suppe in der Tradition von Hildegard von Bingen, die Palmöl enthält und Fruchtgummis, die schon bei geringem Genuss abführend wirken: Das sind die Top‑5 der ärgerlichsten Lebensmittel‐Produkte des Jahres 2020. Diese werden seit zehn Jahren vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz mit den sogenannten „KONSUM‐Enten“ an den Pranger gestellt.

Rund 6.000 Konsumenten haben sich an der Abstimmung zum ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres 2020 auf der Melde‐ und Informationsplattform www.lebensmittel-check.at beteiligt. Und der „Hauptpreis“ für das Jahr 2020 geht an – Trommelwirbel und ein Tusch – Iglo! Der Hersteller von Tiefkühlkost, der in seiner Kommunikation die Herkunft seines Gemüses eng mit dem Marchfeld verknüpft, sorgte mit tiefgefrorenen Brokkoli aus Ecuador für den größten Unmut unter heimischen Konsumenten. Auf den Stockerlplätzen folgen das Snack‐Produkt Kelly’s Pom‐Bär (in der viel zu groß dimensionierten Verpackung findet sich in erster Linie Luft) und der Rio Mare Thunfisch Natur (dieser glänzt mit dem unerwarteten Zusatz von Aromen). Und wenn Sie wissen wollen, wer sich im Ranking der ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres noch so findet, dann schauen Sie doch einmal auf konsument.at vorbei.

Die Auszeichnung der ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres durch den VKI in Zusammenarbeit mit dem Konsumentenschutzministerium verleitet uns alle reflexartig dazu, den Kopf zu schütteln und mit dem Finger auf die Ausgezeichneten zu zeigen. Doch wie so oft im Leben sollte man sich zuallererst an der eigenen Nase fassen, bevor man allzu laut „Skandal“ ruft und Konsequenzen für die „KONSUM‐Enten 2020“ fordert. Denn gerade die Finanzwirtschaft ist ein Betätigungsfeld für die Konsumentenschützer, in dem es diesen nie an Arbeit mangelt. Also: Wenn Sie, lieber ForumF.at-Leser, angesichts der Unverfrorenheit mancher Lebensmittelhersteller gerade vor Wut schnauben, dann schauen Sie doch mal auf konsument,at nach, wie oft der VKI Finanzprodukte beanstandet: Geben Sie in das Suchfeld auf der VKI‐Website einmal Begriffe wie „Bank“ oder „Versicherung“ ein und Sie werden staunen, welch klingende Namen vom VKI regelmäßig für ihre konsumentenfeindlichen Produkte und Geschäftspraktiken angeprangert und oftmals auch vor den Kadi gezerrt werden.

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