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Wolf Heinrich Reuter, Direktor der Hauptabteilung Volkswirtschaft

OeNB: Österreichs Unternehmensbestand seit 2019 deutlich gewachsen

Das neue Unternehmensdynamik-Dashboard der Oesterreichischen Nationalbank zeigt: Der Unternehmensbestand ist von rund 225.500 im Jahr 2019 auf rund 283.000 im Jahr 2025 gestiegen. Die Insolvenzquote liegt 2026 nach aktuellem Datenstand bei 1,08 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert von 1,18 Prozent.

Insolvenzquote weiterhin bei rund einem Prozent

In Österreich werden deutlich mehr Unternehmen gegründet als durch Marktaustritte oder Insolvenzen wegfallen. Der im Dashboard erfasste Unternehmensbestand ist von rund 225.500 Unternehmen im Jahr 2019 auf rund 283.000 im Jahr 2025 gewachsen, ein Zuwachs von rund 25 Prozent. Anfang 2026 umfasste der Unternehmensbestand bereits rund 291.000 Unternehmen. 2019 wurden 2.123 Insolvenzen registriert, was einer Quote von 0,94 Prozent entsprach. 2025 waren es 3.335 Insolvenzen beziehungsweise 1,18 Prozent. Für 2026 wurden bislang 2.155 Insolvenzen erfasst, annualisiert ergibt sich daraus derzeit eine Quote von rund 1,08 Prozent. Seit 2019 wurden jährlich rund 16.000 bis 19.000 Markteintritte verzeichnet, während im selben Zeitraum jährlich zwischen 8.000 und 12.000 Unternehmen den Markt verlassen haben. „Eine steigende Zahl von Insolvenzen ist nicht dasselbe wie eine steigende Insolvenzquote. In Österreich treten jedes Jahr rund fünfmal so viele Unternehmen neu in den Markt ein, wie insolvent werden – eine Wirtschaft lebt gerade auch von dieser laufenden Erneuerung“, erklärt Wolf Reuter, Chefökonom der OeNB.

Neues Dashboard schafft umfassende Datengrundlage

Das Unternehmensdynamik-Dashboard der OeNB stellt Insolvenzen erstmals in den Zusammenhang mit einer klar definierten Unternehmensgrundgesamtheit. Dadurch lassen sich neben Insolvenzen auch Markteintritte und Marktaustritte sowie die Entwicklung des Unternehmensbestands analysieren. Die Auswertungen zu Insolvenzzahlen und Insolvenzquoten reichen bis ins Jahr 2019 zurück und können nach Branchen und Regionen vorgenommen werden.

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