Für die von IMAS International durchgeführte repräsentative Befragung wurden 1.382 Personen befragt: 83 Prozent halten Sparen für sehr oder ziemlich wichtig, während der durchschnittliche monatliche Sparbetrag auf 306 Euro sinkt. Gleichzeitig gewinnen Wertpapiere an Bedeutung und überholen das Bausparen.
Sparen bleibt wichtig, der finanzielle Spielraum wird kleiner
Für 83 Prozent der Österreicher:innen ist es sehr oder ziemlich wichtig, Geld zur Seite zu legen, 45 Prozent bezeichnen Sparen sogar als „sehr wichtig“. Besonders hoch ist der Stellenwert bei der Generation Z: Die Hälfte von ihnen hält Sparen für sehr wichtig, bei den Babyboomern sind es 33 Prozent. Gleichzeitig sinkt der durchschnittliche Sparbetrag um 14 Euro auf 306 Euro pro Monat. Nur noch 34 Prozent sind damit sehr oder ziemlich zufrieden, ein Drittel hat am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig. Auch der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist deutlich: Männer sparen durchschnittlich 384 Euro im Monat, Frauen 227 Euro. „Die Menschen in Österreich wollen sparen, und zwar mehr als in den vergangenen Jahren. Das zeigt, wie groß das Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit ist. Ein eigenes Polster gibt Halt und die Freiheit, selbst zu entscheiden“, so Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank Oesterreich.
Wertpapiere überholen das Bausparen
Das Sparbuch beziehungsweise Sparkonto bleibt mit 79 Prozent die meistgenutzte Sparform. Gleichzeitig gewinnen Wertpapiere an Bedeutung: Ihr Anteil steigt von 38 auf 40 Prozent, womit sie das Bausparen überholen. Der Anteil der Bausparer:innen sinkt von 43 auf 34 Prozent. Auch Gold und andere Edelmetalle werden häufiger genutzt, ihr Anteil steigt von 24 auf 30 Prozent. Kryptowährungen legen von zwölf auf 15 Prozent zu. Innerhalb der Wertpapieranlagen treiben ETFs das Wachstum: Ihr Anteil unter den Wertpapierbesitzer:innen steigt innerhalb eines Jahres von 38 auf 50 Prozent, bei der Generation Z liegt er bei 72 Prozent. Dennoch sparen 52 Prozent der Österreicher:innen auch am Girokonto, bei der Generation Z sind es 65 Prozent. Der Weltspartag bleibt zudem ein wichtiger Anlass für den Filialbesuch: Für 26 Prozent ist er ein Grund, eine Bank oder Sparkasse aufzusuchen, 2019 waren es 17 Prozent. „Das Girokonto ist ein Konto für den Alltag, kein Sparkonto. Als Reserve für unerwartete Ausgaben sollten dort höchstens drei Monatsgehälter liegen. Was darüber hinausgeht, gehört kurzfristig auf ein Sparkonto und langfristig etwa in Wertpapiere“, so Maximilian Clary und Aldringen, Privatkundenvorstand der Erste Bank Oesterreich.
















