Thema war auch, wie neue Möglichkeiten der langfristigen Vorsorge, darunter das geplante Zukunftsdepot, durch Bildungsangebote begleitet werden können.
Bankensektor bleibt widerstandsfähig
OeNB-Gouverneur Martin Kocher, Vizegouverneurin Edeltraud Stiftinger sowie die Direktoren Josef Meichenitsch und Thomas Steiner trafen Finanzminister Markus Marterbauer und Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl zum regelmäßigen Austausch. Die harte Kernkapitalquote der österreichischen Banken lag Ende 2025 bei 19 Prozent und damit über dem EU-Durchschnitt von 16,8 Prozent. Zugleich bestehen weiterhin Risiken, insbesondere im Gewerbeimmobiliensektor. „Die österreichischen Banken verfügen über eine solide Kapitalausstattung und sind damit gut aufgestellt, um auch in einem herausfordernden Umfeld ihre wichtige Funktion für Unternehmen und private Haushalte zu erfüllen. Gleichzeitig müssen wir bestehende und neue Risiken weiterhin genau im Blick behalten“, so Kocher.
Finanzbildung soll Vorsorgeentscheidungen unterstützen
Eine aktuelle OeNB-Erhebung zeigt Wissenslücken bei Finanzentscheidungen: 93 Prozent der Befragten holten dazu Informationen oder Beratung ein, aber nur 42 Prozent nutzten auch unabhängige Quellen. 44 Prozent verglichen Finanzprodukte unterschiedlicher Anbieter. Eine Frage zum Zinseszinseffekt beantworteten 57 Prozent richtig, eine zur Risikostreuung 81 Prozent; den Zusammenhang zwischen Marktzinsen und Anleihepreisen kannten 35 Prozent. Die Nationale Finanzbildungsstrategie 2027–2035 soll Finanz- und Wirtschaftswissen breiter verankern. „Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig unabhängige, verständliche und auf unterschiedliche Lebenssituationen abgestimmte Finanzbildungsangebote sind“, so Kocher.
















