In Kooperation mit
© Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V.

Infografik zur Allensbach-Studie 2026 der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V.

Allensbach-Studie: Neue europäische Bezahllösungen in Deutschland wenig bekannt

Die repräsentative Allensbach-Umfrage im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme untersuchte das Bezahl- und Einkaufsverhalten in Deutschland.

Dafür wurden zwischen dem 1. Juli und dem 13. August 2026 insgesamt 1.039 Personen ab 16 Jahren mündlich-persönlich befragt. Die Ergebnisse zeigen eine geringe Bekanntheit von Wero und dem digitalen Euro sowie eine hohe Verbreitung etablierter Zahlungsmittel.

Geringe Bekanntheit

55 Prozent der Befragten haben noch nie von Wero gehört. 45 Prozent kennen den Dienst, aber nur 5 Prozent haben ihn bereits genutzt und 4 Prozent freigeschaltet. Von den Wero-Kenner:innen können sich 46 Prozent eine Nutzung grundsätzlich vorstellen, während 30 Prozent sagen, Wero sei nichts für sie. Den digitalen Euro kennen 54 Prozent der Befragten. 7 Prozent würden ihn wahrscheinlich nutzen, weitere 23 Prozent können es sich vorstellen; 31 Prozent schließen eine Nutzung gänzlich aus. Auch Deutschlands Position beim bargeldlosen Bezahlen wird kritisch eingeschätzt: Nur 5 Prozent halten das Land in Europa für führend, während 41 Prozent andere europäische Länder deutlich weiter vorne sehen. Die girocard ist weit verbreitet: 98 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren besitzen eine girocard oder eine andere Debitkarte. Unter den Befragten, die bereits mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt haben, haben 74 Prozent ihre girocard hinterlegt. Eine Kreditkarte besitzen 57 Prozent.

Karte bleibt für die Zukunft wichtig

Für die kommenden 5 Jahre erwarten 78 Prozent der Befragten, häufig mit Karte zu bezahlen. Bargeld nennen 55 Prozent, das Smartphone 49 Prozent. 39 Prozent erwarten, häufig andere Zahlungslösungen wie Wero zu nutzen; beim digitalen Euro sind es 12 Prozent, bei Krypto- oder Digitalwährungen wie Bitcoin 4 Prozent. Ingo Limburg, Vorsitzender der Initiative Deutsche Zahlungssysteme, sagt: „Die Zahlen belegen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher beim Bezahlen vor allem eines suchen: Verlässlichkeit und Stabilität. Neue europäische Bezahlwege können künftig eine wichtige Rolle spielen, doch das Vertrauen der Verbraucher und Verbraucherinnen müssen sich Wero und der digitale Euro erst erarbeiten. Die girocard zeigt, wie es geht: durch jahrzehntelange Präsenz, nahezu lückenlose Akzeptanz und ein hohes Sicherheitsniveau. Das ist der Maßstab, an dem sich neue Systeme messen lassen müssen.“

In Kooperation mit

FMVÖ

Wöchentlich die wichtigsten News?

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie jeden Donnerstag die aktuellsten News aus der österreichischen Finanzmarketingszene in Ihren Posteingang.