Der Finanzmonitor 2026 untersuchte das Spar- und Anlageverhalten in Österreich. Dafür befragte Marketagent im Juli 2026 online und repräsentativ 610 Bankkund:innen zwischen 14 und 69 Jahren. Die Ergebnisse zeigen: Sparen bleibt verbreitet, während Wertpapiere zunehmend für langfristigen Vermögensaufbau und die Vorsorge für Kinder genutzt werden.
Sparen, Wertpapiere und Familienvorsorge
Der monatliche Sparbetrag liegt 2026 im Median bei 200 Euro, nach 250 Euro im Jahr 2025. Sparen bleibt dennoch die beliebteste Anlageform: 52 Prozent interessieren sich dafür, 68 Prozent nutzen sie. Für Wertpapiere interessieren sich 43 Prozent der Befragten, 36 Prozent investieren bereits selbst. Bei Haushalten mit Kindern sparen 48 Prozent gezielt für ihre Kinder; 40 Prozent der Anleger:innen mit Kindern nennen die nachhaltige Vermögensanlage für Kinder und Familie als wichtiges Motiv. Gleichzeitig bleibt ein Gender Gap bestehen: 47 Prozent der Männer, aber 26 Prozent der Frauen besitzen oder nutzen Wertpapiere. Bei Frauen unter 30 Jahren stieg dieser Anteil von 18 Prozent im Jahr 2023 auf 31 Prozent im Jahr 2026. „Wertpapier-Veranlagung ist zur finanziellen Normalität geworden. Die Menschen in Österreich möchten zwar weiterhin Sicherheit durch Sparen, gleichzeitig aber auch Chancen für den langfristigen Vermögensaufbau nutzen. Besonders wichtig sind den Österreicher:innen dabei die finanzielle Zukunft von Kindern und Familien sowie eine qualitätsvolle Beratung“, sagt Marion Morales Albiñana-Rosner, Vorständin für Wealth Management & Private Banking der UniCredit Bank Austria.
KI als Unterstützung, persönliche Beratung bleibt gefragt
48 Prozent der Befragten können sich eine KI-gestützte Beratung vorstellen. 90 Prozent sind jedoch der Meinung, dass die letztendliche Anlageentscheidung von einem Menschen getroffen werden sollte. 73 Prozent stimmen der Aussage zu, dass KI den Zugang zu Veranlagungen erleichtern kann, erfolgreicher Vermögensaufbau aber weiterhin kompetente persönliche Beratung benötigt. Der Anteil jener, die sich bei Finanzthemen bevorzugt auf professionelle Beratung verlassen, stieg von 41 Prozent im Jahr 2024 auf 59 Prozent im Jahr 2026. Auch die finanzielle Zukunft im Alter beschäftigt viele: 53 Prozent sorgen sich, ihren Lebensstandard im Alter nicht halten zu können, gegenüber 47 Prozent im Jahr 2024. Zur Bedeutung von Wertpapieren für die Wirtschaft sagt Morales Albiñana-Rosner: „Die Stärkung des Kapitalmarktes ist gerade in einer schwierigen konjunkturellen Situation wichtig für die Wirtschaft. Investments in Wertpapiere österreichischer Unternehmen tragen auch wesentlich dazu bei, dass die Ersparnisse der heimischen Wirtschaft zugutekommen“.














