Politik und Eurosystem über Ziele und Nutzen des digitalen Euro
Im Zentrum der ersten Podiumsdiskussion standen der rechtliche Rahmen und die technischen Voraussetzungen für den digitalen Euro. Dieser soll Bargeld ergänzen und eine sichere, kostenlose, datensichere sowie europaweit nutzbare digitale Bezahlmöglichkeit schaffen. Finanzminister Markus Marterbauer betonte die Rolle beider Zahlungsformen: „Bargeld bleibt ein zentrales Zahlungsmittel in Österreich – heute wie in Zukunft. Der digitale Euro soll es ergänzen, nicht ersetzen und den Menschen ein ebenso sicheres, staatlich garantiertes Zahlungsmittel im digitalen Raum zur Verfügung stellen.“ Die politische Entscheidung über die Einführung fällt im kommenden Jahr, während das Eurosystem parallel die technische Realisierung vorbereitet.
Chancen und Herausforderungen aus Sicht der Praxis
In der zweiten Diskussionsrunde tauschten Vertreter:innen aus Banken, Tourismus, öffentlichem Sektor, FinTech und der OeNB den praktischen Nutzen und mögliche Herausforderungen bei der Einführung des digitalen Euro aus. Dabei ging es um Akzeptanz im Handel, technische Integration sowie einheitliche europäische Lösungen für Konsument:innen und Unternehmen. OeNB-Direktor Josef Meichenitsch unterstrich den praktischen Mehrwert: „Mit dem digitalen Euro möchten wir Zentralbankgeld zukunftsfit machen. Die Bürger:innen erhalten mehr Wahlfreiheit. Sie werden mit dem digitalen Euro datensicher, unkompliziert und kostenlos überall in Europa bezahlen können. Für Unternehmen entsteht eine resiliente europäische Zahlungslösung.“ Ein zentrales Fazit lautete, dass eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten notwendig ist, um den digitalen Euro sicher und sinnvoll einsetzbar zu machen.

















