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81 Prozent der Befragten wünschen sich eine Wahlfreiheit zwischen Bargeld und digitalen Methoden.

OeNB Zahlungsmittelstudie 2025: Digitale Zahlungen gewinnen weiter an Bedeutung

Die Zahlungsmittelstudie 2025 der Österreichische Nationalbank zeigt: Bargeld ist für die große Mehrheit der Bevölkerung weiterhin essenziell. Gleichzeitig nimmt die Nutzung digitaler Zahlungsmethoden zu. Der digitale Euro soll künftig eine europäische Alternative schaffen.

Bargeld weiterhin zentral im Alltag

Euro-Banknoten und ‑Münzen bleiben in Österreich trotz fortschreitender Digitalisierung ein zentrales Zahlungsmittel. 91 Prozent der Zahlungen werden im stationären Handel (Point-of-Sale, POS) getätigt. Bargeld macht dort weiterhin 55 Prozent aller Transaktionen (2022: 63 Prozent) und 45 Prozent des Umsatzes (2022: 48 Prozent) aus und trägt damit fast die Hälfte des gesamten POS-Umsatzes. 94 Prozent der Befragten wollen nicht auf Bargeld verzichten. Geschätzt werden vor allem Praktikabilität, Privatsphäre und Ausgabenkontrolle. „In einer Zeit, in der Flexibilität und Sicherheit gefragt sind, ist Bargeld einfach eine kluge Wahl, weil es immer funktioniert“, sagt OeNB-Direktor Thomas Steiner. 66 Prozent wollen, dass Bargeld seine Bedeutung behält, 28 Prozent keinesfalls darauf verzichten. 81 Prozent wünschen sich Wahlfreiheit zwischen Bargeld und digitalen Methoden. Die OeNB setzt sich daher für Bargeldversorgung und den digitalen Euro als ergänzendes Zahlungsmittel ein.

Digitale Zahlungen auf dem Vormarsch – digitaler Euro als Alternative

Der Konsum verlagert sich zunehmend ins Internet: 67 Prozent kaufen online ein, rund 50 Prozent mindestens monatlich. Am häufigsten werden Karten (35 Prozent) und Wallets (30 Prozent) genutzt. Auch bei kleinen Beträgen unter 10 Euro steigt der Einsatz von Smartphone-Zahlungen. 79 Prozent halten es für wichtig, jederzeit mit einem öffentlichen Zahlungsmittel zahlen zu können. Derzeit fehlt jedoch eine digitale öffentliche Alternative. Zwei Drittel der elektronischen Zahlungen laufen über US-Anbieter, 13 von 21 Euroraum-Ländern sind vollständig abhängig. „Wenn Sie heute beim Bäcker Ihre Semmeln mit der Karte zahlen oder den Haarschnitt beim Friseur mit dem Handy, dann brauchen Sie dafür einen US-Anbieter. Diese Abhängigkeiten sind nicht gesund“, so OeNB-Direktor Josef Meichenitsch. Der digitale Euro soll eine europäische Alternative schaffen.

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