Wachsende Anforderungen
Der österreichische Versicherungsmarkt dürfte sich 2026 laut Aon weiterhin stabil und vorteilhaft für Versicherungsnehmer entwickeln. Hohe Kapazitäten, intensiver Wettbewerb und teils rückläufige Prämien prägen das Umfeld. Gleichzeitig steigt die Komplexität der Risikolandschaft, insbesondere durch Cyberkriminalität und wirtschaftliche Herausforderungen. Geopolitische Unsicherheiten und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz verändern die Rahmenbedingungen zusätzlich und erhöhen den Bedarf an fundierten Analysen und strukturiertem Risikomanagement. „Entscheidungen in einem zunehmend herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zu treffen, ist anspruchsvoll, kann aber auch neue Chancen eröffnen. Unternehmen, die ihre Risikosituation transparent darstellen, können von den derzeitigen Marktbedingungen profitieren“, so Klaus Raming, Chief Broking Officer von Aon in Österreich. „KI etabliert sich als zentraler Innovationstreiber – etwa durch datenbasierte Risikobewertung und automatisierte Schadenprozesse bis hin zu neuen Produkt- und Servicemodellen.“
Cybercrime und Finanzierung im Fokus
Cyberkriminalität entwickelt sich zunehmend zu einem professionellen Geschäftsmodell und erhöht das Betrugsrisiko deutlich. Aus Sicht der Versicherer erfordert dieses komplexe Risiko kombinierte Lösungen aus Cyber- und Vertrauensschadenversicherung. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen unter finanziellem Druck durch hohe Zinsen, volatile Märkte und steigenden Investitionsbedarf. Instrumente wie Factoring und Kreditversicherungen gewinnen daher an Bedeutung, um Liquidität zu sichern und Risiken zu steuern. „Unsere Marktprognose soll Orientierung geben und Unternehmen dabei unterstützen, Chancen in einem zunehmend komplexen Umfeld gezielt zu nutzen“, erläutert Michael Sturmlechner, Geschäftsführer von Aon in Österreich.

















