Die „Konsumstudie 2026“ zeigt: Urlaube, Hobbys und Gastronomie dominieren die Konsumausgaben in Österreich. Gleichzeitig unterscheiden sich Ausgabenhöhe, Prioritäten und Finanzierungsverhalten deutlich nach Generationen.
Reisen, Hobbys und Gastro an der Spitze
Über alle Generationen hinweg geben die Österreicherinnen und Österreicher am meisten Geld für Urlaube aus: 29 Prozent der Konsumausgaben bzw. rund 2.400 Euro fließen in Reisen. Dahinter folgen Hobbys und Freizeit sowie Gastronomie und Ausgehen mit jeweils 22 Prozent der Ausgaben. „Der private Konsum ist für den Standort Österreich und das heimische Wirtschaftswachstum ein entscheidender Faktor. Mit der Konsumstudie wollen wir das Ausgabeverhalten beleuchten und Trends erkennen“, erklärt Gerald Resch, Generalsekretär des Bankenverbandes. Laut Studie variiert das Konsumverhalten deutlich nach Alter: Während die Gen Z als einzige Generation am meisten Geld für Gastronomie ausgibt, investieren Millennials besonders stark in Reisen, Online-Dienste und Kleidung. Die höchsten Urlaubsausgaben weist die Gen X mit fast 3.000 Euro pro Jahr auf, während die Babyboomer insgesamt als sparsamste Generation gelten.
Kostenbewusstsein, Konsumpläne und Sparverhalten
Auch bei der Finanzierung zeigen sich klare Unterschiede zwischen den Generationen. „Das Konsumverhalten variiert nach Alter und Generation. Das gilt ebenso für die Bereitschaft, Konsumwünsche zu finanzieren. Je jünger, desto offener sind die Österreicher für Kredite und Teilzahlungen“, sagt Enver Sirucic, CFO und stellvertretender CEO der BAWAG Group sowie Präsident des Bankenverbandes. Besonders ausgeprägt ist das Kostenbewusstsein bei den Babyboomern: „90 Prozent der 1949 bis 1965 Geborenen stimmen zu: Man sollte sich nur Dinge kaufen, die man sich auch tatsächlich von seinem eigenen Geld leisten kann“, so Sirucic. Für 2026 planen dennoch 67 Prozent der Befragten, gleich viel oder mehr zu konsumieren als im Vorjahr. Als größte Hürden nennen 29 Prozent Inflation und steigende Preise, weitere 22 Prozent fordern eine Senkung von Steuern und Abgaben. Gleichzeitig zeigen makroökonomische Daten, dass Österreich ein Land der Sparer bleibt: Zwischen Jänner 2020 und November 2025 stiegen die Einlagen privater Haushalte von rund 268 auf über 325 Milliarden Euro, während Konsumkredite seit Jahren bei rund 18 Milliarden Euro stabil liegen.
















