In Kooperation mit
© EY/Stefan Seelig

Gunther Reimoser, Country Managing Partner von EY Österreich

EY-Studie: Europas Top-Unternehmen verlieren 2024 an Umsatz und Gewinn

Im weltweiten Vergleich der 1.000 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen schneiden europäische Konzerne schlecht ab. US- und Asien-Unternehmen wachsen deutlich stärker – auch beim Gewinn.

Europa mit Umsatzrückgang, Asien und USA legen zu

Laut einer aktuellen Analyse der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY konnten Unternehmen aus den USA und Asien im Jahr 2024 ihre Umsätze steigern, während europäische Unternehmen einen Rückgang verzeichneten. Nordamerikas Top-Konzerne erzielten ein Umsatzwachstum von 4,5 Prozent, asiatische Unternehmen legten um 3,2 Prozent zu. Europas führende Unternehmen mussten dagegen ein Minus von 1,1 Prozent hinnehmen. Auch bei der Gewinnentwicklung zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Während US-Unternehmen ein Plus von 8,2 Prozent und asiatische Firmen sogar von 19,5 Prozent verbuchten, fiel der operative Gewinn europäischer Unternehmen um 6,5 Prozent.

Nur ein europäisches Unternehmen in den Top 10

Volkswagen ist das einzige europäische Unternehmen, das es im globalen Umsatzranking unter die ersten zehn geschafft hat. Insgesamt wurden für die EY-Studie die Bilanzen der 1.000 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen weltweit analysiert – ohne Banken und Versicherungen. Mit OMV auf Platz 270 und voestalpine auf Rang 569 sind auch zwei österreichische Konzerne unter den Top 1.000 vertreten. Die umsatzstärksten Unternehmen weltweit waren Walmart und Amazon.

Gewinne konzentrieren sich auf USA und Nahen Osten

Das gewinnstärkste Unternehmen der Welt im Jahr 2024 war Saudi Aramco mit einem operativen Gewinn von 191 Milliarden Euro, gefolgt von Apple (114 Milliarden Euro) und Alphabet (104 Milliarden Euro). Sieben der zehn profitabelsten Unternehmen haben ihren Sitz in den USA. Das bestverdienende europäische Unternehmen war Shell auf Platz 13. Die höchsten Gewinnmargen erzielte die Pharmabranche mit 16,5 Prozent, gefolgt von Energieversorgern mit 15,6 Prozent und der Kommunikations- und Medienbranche mit 15,0 Prozent. Die niedrigste Marge erreichte die Automobilindustrie mit 5,8 Prozent. Gunther Reimoser, Country Managing Partner von EY Österreich, sieht die europäische Industrie unter Druck: „Sinkende Gewinne, schrumpfende Margen, hohe Restrukturierungskosten, Stellenabbau und unsichere Zukunftsaussichten prägen das Bild.“





In Kooperation mit

FMVÖ

Wöchentlich die wichtigsten News?

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie jeden Donnerstag die aktuellsten News aus der österreichischen Finanzmarketingszene in Ihren Posteingang.

Es gibt neue Nachrichten