Vlado Galevski (netcetera), Gerald Gruber (bunq/P19), Ruth Moss (CRIF), Wolfgang Haunold (Oesterreichische Nationalbank), Birgit Kraft-Kinz (KRAFTKINZ/P19), Christian Pirkner (Bluecode) und Martin Sprengseis (bluesource/P19)
© P19/LIEB.ICH Productions

Vlado Galevski (netcetera), Gerald Gruber (bunq/P19), Ruth Moss (CRIF), Wolfgang Haunold (Oesterreichische Nationalbank), Birgit Kraft-Kinz (KRAFTKINZ/P19), Christian Pirkner (Bluecode) und Martin Sprengseis (bluesource/P19)

Wie die aktuelle Energiekrise zeigt, sind europäische und lokale Lösungen wichtig. Innovationen im Bereich Payment sichern die Unabhängigkeit Europas.

In Europas Payment-Sektor gibt es viel Ausbaupotenzial – zu diesem Ergebnis kommt die KRAFTKINZ Payment-Studie, die im Auftrag der Payment-Initiative P19 mittlerweile zum fünften Mal durchgeführt wurde. „Die Vielfalt der Bezahllösungen geben den KundInnen eine Auswahl fürs rasche Bezahlen und HändlerInnen neue Chancen zur Kundensicherung – in den Niederlanden hat sich hier schon einiges erfolgreich etabliert“, sagt Gerald Gruber, Manager bei der niederländischen Neobank bunq und Co-Founder von P19. Befragt wurden die mehr als 800 Payment Pioneers, Persönlichkeiten aus dem Bankenbereich, Wirtschaftsunternehmen, Startups, FinTechs, Serviceprovidern und Payment Schemes. Die Ergebnisse sind teilweise ernüchternd. Auf die Frage „An welcher Stelle liegt Österreich im internationalen Vergleich bei innovativen Zahlungssystemen?“ zeigt die Umfrage: Das Ranking ist gefallen und liegt 2022 bei 42,8 Prozent – der niedrigste Wert seit fünf Jahren.

Aufholjagd bleibt im Fokus

„Es ist bedenklich, dass die Relevanz von innovativen Zahlungssystemen bei den Befragten sinkt“, sagt Birgit Kraft-Kinz, CEO von KRAFTKINZ und Co-Founderin von P19. Tatsächlich weist die Studie einen sinkenden Zustimmungsindex zu innovativen Zahlungssystemen auf. Dieser Wert liegt 2022 bei 75,4 Prozent. Die Anstrengungen der Europäischen Zentralbank (EZB), über neue Vorschriften die Zahlungsverkehr-Innovationen in Europa zu fördern, werden weiterhin als stärkend empfunden. Der seit 2019 erhobene Zustimmungsindex sinkt zwar im Vergleich zu den letzten zwei Jahren und liegt aktuell bei 63,8 Prozent. „Viele stimmen der Bedeutung eines europäischen Schemes zu, was zeigt, dass Europa für den Payment-Sektor in den Mittelpunkt rutscht“, meint Birgit Kraft-Kinz. Wie die aktuelle Studie zeigt, halten 65,5 Prozent der Befragten ein europäisches Payment Scheme für relevant oder sehr relevant.

Handel und Tourismus: Payment als potenzieller Umsatztreiber

Im Lebensmittel- und Einzelhandel geben mehr als 80 Prozent der befragten Payment Pioneers an, dass es spürbare Entwicklungen im Zahlungsverkehr gegeben hat. 35,5 Prozent von ihnen bezeichnen diese als „sehr stark“. Insbesondere die Mehrwert-Services – Zusatzangebote wie Rabatte und Sonderaktionen, die mit dem Bezahlprozess kombiniert werden – spielen eine signifikante Rolle. Knapp 62 Prozent geben an, Payment sei ein wichtiger Umsatztreiber. Auch in Tourismus und Hotellerie gibt es klare Zustimmung, dass die Weiterentwicklung von Payment-Systemen zur Stärkung der Branche und des Wirtschaftsraumes beitragen wird. Ein großes Potenzial zum Ausbau der Payment-Systeme im Tourismus-Sektor bestätigten rund 75 Prozent. „Es gibt eine Vielfalt an Payment-Innovationen. Nur muss dies gezielt und gewollt umgesetzt werden“, so Gerald Gruber.

Mobilität: Klares Potenzial zum Ausbau von Payment-Angeboten

Mit einer Zustimmung von 82 Prozent gibt es im Bereich der Mobilität eine klare Wahrnehmung der Relevanz der Entwicklung von Payment-Systemen. 62 Prozent schreiben dem Payment die Rolle eines relevanten Umsatztreibers zu. Damit bleibt die Frage, inwieweit Potenzial zum Ausbau der Payment-Systeme in der Mobilitätsbranche vorhanden ist. Das wurde von 83 Prozent der Befragten bejaht. Fast 40 Prozent finden, es gäbe „sehr“ viel Potenzial. „Dieses Potenzial kann von Unternehmen genutzt werden, um nicht nur den eigenen Umsatz zu steigern. Es kann zugleich der Stärkung des Wirtschaftsraumes Österreich dienen“, so Gruber.

Hier gibt es die gesamte Studie zum Download.

Wöchentlich die wichtigsten News

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an und erhalten Sie jeden Donnerstag die aktuellsten News aus der österreichischen Finanzmarketingszene direkt in Ihrem Posteingang.

In Kooperation mit

FMVÖ