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Michael Kolb, Vorstand der ACREDIA Group

ACREDIA: Nahostkrieg belastet Konjunkturausblick für 2026 und 2027

Eine Analyse der ACREDIA Group gemeinsam mit Allianz Research zeigt: Der Krieg im Nahen Osten dämpft das globale Wachstum, erhöht den Inflationsdruck und verstärkt die Unsicherheit für Unternehmen, insbesondere in exportorientierten Volkswirtschaften wie Österreich.

Schwächeres Wachstum und steigender Inflationsdruck

Die geopolitische Eskalation im Nahen Osten wirkt sich deutlich auf die globale Wirtschaft aus und verschlechtert die Aussichten für die Jahre 2026 und 2027. Für 2026 wird ein weltweites Wachstum von nur noch 2,6 Prozent erwartet, während die Eurozone mit 0,8 Prozent und die USA mit 2,1 Prozent ebenfalls schwächer wachsen. Gleichzeitig steigt die Inflation auf 3,0 Prozent in der Eurozone und 3,2 Prozent in den USA. Haupttreiber der Unsicherheit sind insbesondere steigende Energiepreise, wobei sich der Ölpreis im Basisszenario bei rund 80 US-Dollar pro Barrel einpendeln könnte, bei weiterer Eskalation jedoch deutlich höher ausfallen kann. „Die geopolitische Eskalation trifft auf eine ohnehin fragile Weltwirtschaft. Der aktuelle Schock verstärkt bestehende strukturelle Schwächen – von hohen Staatsdefiziten bis zu anfälligen Lieferketten“, sagt Michael Kolb, Vorstand der ACREDIA Group.

Unternehmen unter Druck und steigende Risiken

Für Unternehmen führt die Entwicklung zu steigenden Kosten bei gleichzeitig schwächerer Nachfrage und schwierigeren Finanzierungsbedingungen. Besonders betroffen sind energieintensive Branchen sowie exportorientierte Volkswirtschaften wie Österreich. Auch die Insolvenzen dürften zunehmen, mit einem erwarteten Anstieg von 2,5 Prozent in der Eurozone und 8,6 Prozent in den USA im Jahr 2026. Parallel dazu wird das Wachstum des Welthandels auf 1,5 Prozent gebremst, mit weiteren Abwärtsrisiken im Falle einer Eskalation. „Volatilität ist heute kein Ausnahmezustand mehr, sondern ein permanenter Faktor unternehmerischer Planung. Unternehmen müssen Risiken früh erkennen, Szenarien mitdenken und ihre Strategien entsprechend flexibel ausrichten“, betont Kolb.

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