Auch bei der RBI: Freude zur Halbzeit

© ForumF/Gerhard Bögner
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Auch unter dem heimischen Giebelkreuz herrscht zur Jahresmitte rundum Zufriedenheit: Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2018 ein Konzernergebnis in Höhe von 756 Millionen Euro. Nach der Erste Group ein weiterer Erfolgsbericht.

„Wir sind mit unserem Halbjahresergebnis sehr zufrieden, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der erwartete Verlust aus dem Verkauf der Raiffeisen Bank Polska im zweiten Quartal bereits enthalten ist“, sagte Johann Strobl, Vorstandsvorsitzender der RBI. „Die RBI befindet sich auf einem nachhaltigen Wachstumskurs.“

Die Betriebserträge verzeichneten im Jahresvergleich einen Zuwachs um 5 Prozent oder 119 Millionen Euro auf 2.669 Millionen Euro. Der um 4 Prozent auf 1.663 Millionen Euro gestiegene Zinsüberschuss wurde dabei von der um 5 Basispunkte auf 2,48 Prozent verbesserten Nettozinsspanne getragen. Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Jahresvergleich geringfügig um 9 Millionen Euro auf 1.494 Millionen Euro. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 2,9 Prozentpunkte auf 56,0 Prozent.

Nettoauflösung von 83 Millionen Euro

Bei den Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte kam es in der Berichtsperiode zu einer Nettoauflösung von 83 Millionen Euro, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahres Wertminderungen von 100 Millionen Euro erforderlich gewesen waren. Treiber dieser positiven Entwicklung waren ein gutes makroökonomisches Umfeld hinsichtlich der Zuflüsse und Sanierungserfolge in Höhe von 361 Millionen Euro.

Die Verbesserung der NPL Ratio setzte sich damit auch 2018 fort: Seit Jahresbeginn ging sie um weitere 0,9 Prozentpunkte zurück und lag Ende Juni bei 4,8 Prozent. Die NPL Coverage Ratio erhöhte sich weiter um 6,5 Prozentpunkte auf 73,5 Prozent.

Unter Berücksichtigung des Auslaufens der Übergangsbestimmungen ergibt sich eine Common Equity Tier 1 Ratio von 12,8 Prozent, eine Tier 1 Ratio von 14,3 Prozent und eine Eigenmittelquote von 17,6 Prozent.

Ergebnis im Quartalsvergleich

Der Zinsüberschuss stieg geringfügig um 1 Prozent oder 6 Millionen auf 834 Millionen Euro. Mit 754 Millionen Euro lagen die Verwaltungsaufwendungen im zweiten Quartal 2018 um 14 Millionen Euro über dem Wert des Vorquartals.

Im zweiten Quartal 2018 fielen netto keine Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte an, im Vorquartal war es hingegen zu einer Nettoauflösung von Kreditrisikovorsorgen in Höhe von 83 Millionen Euro gekommen.

Das Konzernergebnis verringerte sich um 43 Millionen auf 357 Millionen Euro, vorwiegend hervorgerufen durch den im zweiten Quartal verbuchten voraussichtlichen Verlust von 121 Millionen Euro aus dem Verkauf des Kernbankgeschäfts der Raiffeisen Bank Polska.

Ausblick

„Wir sehen, dass sich der positive Trend bei den Risikokosten auch im zweiten Halbjahr fortsetzen wird, und haben deshalb unseren Ausblick angepasst“, so Strobl. Die RBI geht für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Für 2018 erwartet sie, dass die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte (Risikokosten) unter dem Niveau von 2017 liegen werden. Die NPL Ratio soll mittelfristig weiter sinken.

Die Bank strebt mittelfristig eine Cost/Income Ratio von unter 55 Prozent an. Sie peilt in den nächsten Jahren einen Konzern‐Return‐on‐Equity von etwa 11 Prozent an.

Mittelfristig strebt die RBI eine CET1 Ratio (fully loaded) nach Dividende von rund 13 Prozent an. Basierend auf dieser Zielquote beabsichtigt das Institut Dividendenausschüttungen in Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses. Die Ziele in diesem Ausblick reflektieren den Verkauf des Kernbankgeschäfts in Polen nicht.

Mit 1. Jänner 2018 wurden die Bestimmungen des neuen Bilanzierungsstandards für Finanzinstrumente (IFRS 9) wirksam. Zusätzlich zur Einführung von IFRS 9 hat die RBI ihr Bilanzbild verändert. Es folgt nunmehr den von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) herausgegebenen Meldepflichten zu Finanzinformationen (FINREP). Diese Umstellung hat auch eine Adaptierung der Werte der Vergleichsperiode und des Vergleichsstichtags erfordert.

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