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Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management im Bankhaus Spängler

Bankhaus Spängler: Energiepreise erhöhen Inflationsdruck

Steigende Öl- und Gasölpreise wirken sich auf Inflationserwartungen, Geldpolitik und Anleihemärkte aus. Das Bankhaus Spängler rechnet mit weiteren Zinserhöhungen, während sich die Aktienmärkte bislang robust zeigen.

Energiepreise beeinflussen Zinsentwicklung

Nach starken Schwankungen sind die Energiepreise im Juli erneut gestiegen. Der Brent-Ölpreis hatte nach Ausbruch des Krieges im Nahen Osten zeitweise rund 120 US-Dollar je Barrel erreicht. Der Gasölpreis hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Gleichzeitig sind die Inflationserwartungen in der Eurozone wieder gestiegen. Die EZB erhöhte die Zinsen im Juni um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent und beließ sie im Juli unverändert. Eine weitere Zinserhöhung im September ist laut Bankhaus Spängler an den Märkten nahezu vollständig eingepreist. „Der neuerliche Ölpreisanstieg hat diese Sorgen wieder verstärkt. Der Markt geht allerdings davon aus, dass die hohen Energiepreise nicht von Dauer sein werden“, so Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management.

Anleihen unter Druck

Die höheren Inflations- und Zinserwartungen haben auch die Anleiherenditen steigen lassen. In Deutschland legte die Rendite zweijähriger Bundesanleihen seit Jahresbeginn um knapp 70 Basispunkte zu, jene zehnjähriger Anleihen um rund 35 Basispunkte. „2026 entwickelt sich damit zu einem weiteren schwierigen Rentenjahr“, sagt Dürnberger. Die Aktienmärkte zeigen sich hingegen widerstandsfähig. In Euro gerechnet liegen US-Aktien seit Jahresbeginn um mehr als 11 Prozent im Plus, europäische Aktien um knapp 10 Prozent. „Die Unternehmen haben die Belastungen durch US-Zölle und hohe Energiepreise bislang erstaunlich gut bewältigt“, so Daniel Briesemann, Portfoliomanager im Asset Management des Bankhaus Spängler. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet das Bankhaus moderates Wirtschaftswachstum, eine nur vorübergehend erhöhte Inflation in Europa, weitere Zinserhöhungen und moderat steigende Unternehmensgewinne.

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