Vertrauen sinkt, Investitionsbereitschaft geht zurück
Ein Drittel der Befragten, 33 Prozent, empfindet Kryptowährungen als sehr oder eher vertrauenswürdig, während 67 Prozent sie als eher weniger oder überhaupt nicht vertrauenswürdig einstufen. Auch bei möglichen Investments zeigt sich Zurückhaltung: 39 Prozent können sich grundsätzlich vorstellen, in Kryptowährungen zu investieren. Im zweiten Halbjahr 2025 waren es noch 44 Prozent. Deutliche Unterschiede bestehen zwischen den Generationen. In der Generation Z liegt die Investitionsbereitschaft bei 52 Prozent, bei den Babyboomern bei 24 Prozent. „Die Ergebnisse verdeutlichen ein grundsätzliches Akzeptanzproblem: Trotz jahrelanger medialer Präsenz und wachsender institutioneller Strukturen bleiben Kryptowährungen für viele Menschen in Österreich schwer verständlich und wenig vertrauenswürdig“, erklärt Andrea Berger, Research & Communications Manager bei Marketagent.
Immobilien und Gold vor Krypto, Risikowahrnehmung steigt
Bei einem hypothetischen Investment-Budget von einer Million Euro würden die Befragten durchschnittlich 94.000 Euro beziehungsweise 9,4 Prozent in Kryptowährungen investieren. Immobilien liegen mit durchschnittlich 378.000 Euro und Gold und Edelmetalle mit 253.000 Euro deutlich davor. Als Risiken von Kryptowährungen nennen 67 Prozent hohe Kursschwankungen, 64 Prozent Betrug und Cyberkriminalität sowie 62 Prozent den Verlust von Zugangsdaten. Erstmals seit Beginn des Krypto-Barometers sieht mit 52 Prozent eine absolute Mehrheit mehr Nachteile als Vorteile. „Die Entwicklungen der letzten Monate zeigen, wie fragil die Akzeptanz von Kryptowährungen in der breiten Bevölkerung weiterhin ist. Solange die Kurse steigen, sorgen Bitcoin und Co. für Aufmerksamkeit. Bei einer längeren Korrektur treten jedoch sehr schnell die grundlegenden Vorbehalte wieder in den Vordergrund. Kryptowährungen sind in Österreich damit nach wie vor kein selbstverständlicher Bestandteil der privaten Geldanlage, sondern vor allem ein Thema für jüngere, risikoaffine und finanziell besser aufgestellte Zielgruppen“, so das Fazit von Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von Marketagent.

















