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Digitaler Euro: Barrierefreiheit als Schlüssel für finanzielle Teilhabe

Rund 600.000 Menschen in Österreich können digitale Finanzdienste nicht oder nur mit Unterstützung nutzen. Eine Informationsveranstaltung von AccessibleEU, der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs und der OeNB beleuchtete Anforderungen an einen inklusiven digitalen Euro.

Digitale finanzielle Exklusion betrifft acht Prozent

Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 7. September 2026 in Wien standen der digitale Euro und finanzielle Inklusion. Eine von der OeNB beauftragte Studie von L&R Sozialforschung zeigt, dass rund acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung, hochgerechnet etwa 600.000 Menschen, digitale Finanzdienste nicht oder nur mit persönlicher Unterstützung nutzen können. Besonders betroffen sind wohnungslose Personen, Menschen mit geringer deutscher Sprachkompetenz, geflüchtete Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Senior:innen über 80 Jahren. Als zentrale Hürden gelten mangelndes Vertrauen in die Datensicherheit, fehlende Unterstützung sowie sprachliche und technische Barrieren.

Einheitliche und barrierefreie Zahlungslösungen

„Der digitale Euro wird nur dann ein europäischer Erfolg, wenn ihn alle Menschen selbstständig, sicher und ohne Barrieren nutzen können. Barrierefreiheit muss deshalb von Anfang an Teil seiner Entwicklung sein“, so Klaus Höckner von der Hilfsgemeinschaft und AccessibleEU. Petia Niederländer, in der OeNB für den digitalen Euro zuständige Direktorin, betonte: „Barrierefreie Zahlungslösungen gibt es heute einige, aber sie funktionieren alle unterschiedlich. Der Vorteil des digitalen Euro ist eine einheitliche, durchgängig barrierefreie Nutzungserfahrung, die überall im Euroraum gleich funktioniert.“ Die mögliche Einführung des digitalen Euro ist bereits für 2029 vorgesehen. Zugleich wurde hervorgehoben, dass auch Bargeld weiterhin eine wichtige barrierefreie Zahlungsmöglichkeit bleibt.

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