Das Debit-Dilemma: Wie virtuelle Kreditkarten österreichische Unternehmen entlasten sollen

Fabian Terner und Malte Rau, pliant-Gründerteam
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Fabian Terner und Malte Rau, pliant-Gründerteam

Steigende Preise, die Pandemie-Folgen und der Krieg in der Ukraine stellen die Liquidität österreichischer Unternehmen auf die Probe. Laut dem aktuellen Austrian Business Check des KSV befürchten vier von fünf befragten Betrieben einen Liquiditätsengpass.

Die Geschäftswelt verändert sich laufend und bringt neue Anforderungen an Bezahlprozesse mit sich. Sowohl die digitale Transformation in Unternehmen als auch der Wunsch vieler Mitarbeiter nach Home-Office und Workation sorgen dafür, dass Teams immer öfter ortsunabhängig zusammenarbeiten. „Die Nutzung von Firmenkreditkarten geht heute weit über Geschäftsreisen hinaus. Gefragt sind sie insbesondere beim digitalen Kauf von Software, Cloud-Lösungen oder bei der Buchung von Werbekampagnen im Social Media Bereich“, erklärt Malte Rau, CEO des FinTechs Pliant, das als Vorreiter für virtuelle Firmenkreditkarten und ein digitales Belegmanagement gilt. Erklärtes Ziel ist es, das daily business für Unternehmen und ihre Beschäftigten einfacher und flexibler zu gestalten, denn traditionelle Banken würden Firmen häufig nicht ausreichend hohe Limits für die Anforderungen einer digitalisierten Geschäftswelt gewähren“, so Rau.

Die Vorzüge „echter“ Kreditkarten

Gegenüber Debitkarten haben Firmenkreditkarten mit einem Verfügungsrahmen den großen Vorteil, dass Beträge nicht sofort abgebucht werden. Dadurch muss das Geschäftskonto erst zum Zeitpunkt der Abbuchung gedeckt sein. Unternehmer profitieren dadurch von mehr Handlungsspielraum. „Gerade für Unternehmen, die häufig Google oder Facebook Ads schalten, sind richtige Firmenkreditkarten ein Muss, weil hier mit flexiblen Budgets gearbeitet und Kredit vorausgesetzt wird. Das betrifft beispielsweise Agenturen in starkem Maße“, merkt Rau an. Doch warum setzen viele Kreditkartenanbieter dennoch auf Debit- statt auf Kreditkarten? „Die Komplexität einer revolvierenden Kreditlinie ist sehr hoch, sowohl im technischen Sinn als auch in Bezug auf das Risikomanagement. Wir haben zwei komplexe Dinge kombiniert: Zahlung und Kredit“, erklärt der Pliant-CEO. Werden Firmenkreditkarten bei einer Bank beantragt, so dauert es in der Regel eine ganze Weile, bis die bürokratischen Hürden genommen sind und man die Karte in den Händen hält. Hier will Pliant punkten, denn einen Bankbesuch braucht es bei der Lösung des FinTechs nicht. Bereits im Zuge eines Online-Onboardings werden die ersten virtuellen Karten vergeben und sind sofort einsetzbar. 

„Wir haben sowohl unser eigenes Underwriting als auch unser eigenes Risikomanagement und kooperieren mit einem Bankpartner, der es uns ermöglicht, Kredite sehr flexibel zu vergeben“, sagt Rau.

Limits flexibel vergeben, besseres Ausgaben-Controlling

Im Gegensatz zu nur einer einzigen physischen Kreditkarte, die von Mitarbeiter zu Mitarbeiter herumgereicht werden muss, können bei Pliants virtuellen Karten Limits flexibel vergeben werden und Teams auch nur projektbezogen oder zeitlich limitiert berechtigt werden, Ausgaben zu tätigen. „Ist etwa das Marketing-Team eines Unternehmens damit beauftragt, Weihnachtsgeschenke für Kunden mittels Firmenkreditkarte zu kaufen, so kann bestimmten Mitarbeitern in einem gewissen Zeitraum per Knopfdruck ein höheres Limit eingeräumt werden, das danach wieder herabgesetzt wird“, erklärt Rau. 

Weil die Ausgaben jedem Mitarbeiter über seine virtuelle Kreditkarte zugerechnet werden können, entfällt auch die lästige Suche nach Belegen am Monatsende. Belege sollten von Mitarbeitern nämlich direkt über die Pliant-App hochgeladen werden. Passiert dies nicht, können sie automatisiert daran erinnert werden. Pliant ist übrigens den gängigen Buchhaltungs-Software-Lösungen kompatibel und kann problemlos mit bestehenden Systemen angewendet werden. „Wir verfolgen einen Best-in-Class-Ansatz bei Kreditkarten. Unseren Kunden hier die bestmögliche Experience zu geben, ist Challenge genug. Über Karten Cross-Selling für Software-Lösungen zu betreiben, ist nicht unser Ding“, hält Rau abschließend fest.

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