HYPO Oberösterreich: Covid‐19‐Auswirkungen belasten Halbjahresergebnis

Hypo Oberösterreich Generaldirektor Mag. Klaus Kumpfmüller und Hypo Oberösterreich Vorstandsdirektor Mag. Thomas Wolfsgruber
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Hypo Oberösterreich Generaldirektor Mag. Klaus Kumpfmüller und Hypo Oberösterreich Vorstandsdirektor Mag. Thomas Wolfsgruber

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Das Halbjahresergebnis vor Steuern ist auf -4,0 Millionen Euro (2019: 12,5 Millionen Euro) gesunken. Für 2020 wird aber ein positives Jahresergebnis, das allerdings unter dem Vorjahresniveau liegen wird, erwartet.

Die operative Geschäftstätigkeit der HYPO Oberösterreich (HYPO OÖ) ist im ersten Halbjahr 2020 erfolgreich verlaufen. Eine Steigerung des Zinsergebnisses um 14,6 Prozent, stabile Provisionserträge und ein neues Rekordvolumen bei den privaten Wohnbaufinanzierung zeugen von einer sehr guten Geschäftsentwicklung. Allerdings führten die Covid‐19‐bedingten Markturbulenzen mit dem Einbruch des weltweiten und nationalen Wirtschaftswachstums sowie dem weiteren Rückgang des Zinsniveaus in den ersten sechs Monaten zu systembedingt gestiegenen Kreditrisikovorsorgen sowie zu negativen Bewertungseffekten (aus der Fair Value‐Bewertung) im Handelsergebnis. Insgesamt ergibt das ein negatives Halbjahresergebnis vor Steuern von vier Millionen Euro (30.06.2019: 12,5 Millionen Euro). Die Bilanzsumme verringerte sich geringfügig um ein Prozent auf 7,69 Milliarden Euro (31.12.2019: 7,77 Milliarden Euro).

Auch im ersten Halbjahr 2020 hat die HYPO Oberösterreich ihre Position als Wohnbaubank Nummer Eins im Bundesland weiter festigen können. Rund 70 Prozent des gesamten Finanzierungsvolumens entfallen quer über alle Marktsegmente auf den Bereich Wohnbau (rund 4 Milliarden Euro). Vor allem das Geschäft mit privaten frei finanzierten Wohnbaufinanzierungen ist im ersten Halbjahr sehr erfolgreich verlaufen. In den ersten sechs Monaten konnte dabei ein Neuvolumen von 95 Millionen Euro erzielt werden. Das ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 eine Steigerung um mehr als 50 Prozent.Trotz der gestiegenen Kreditvorsorgen ist das im österreichweiten Vergleich geringe Risiko im Ausleihungsgeschäft nach wie vor bemerkenswert. Der in der Bilanz ausgewiesene Stand der Risikovorsorge inklusive der Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft beträgt zum 30. Juni 2020 12,1 Millionen Euro (2019: 8,5 Millionen Euro). Die Wertberichtigungsquote von nur 0,19 Prozent (2019: 0,16 Prozent) stellt unter den österreichischen Universalbanken einen absoluten Spitzenwert dar. Ebenfalls ausgezeichnet ist der Wert der wichtigen NPL‐Ratio (Non performing loans). Diese betrug zum Halbjahr 2020 lediglich 0,30 Prozent (2019: 0,25 Prozent). In Österreich liegt der Bankendurchschnitt hier bei mehr als zwei Prozent.Die hohe Sicherheit und die ausgezeichnete Bonität der HYPO Oberösterreich zeigt sich auch daran, dass die internationale Ratingagentur Standard & Poor’s die sehr gute Bewertung der Bank mit A+ im Mai des heurigen Jahres erneut bestätigt hat. Die HYPO Oberösterreich steht damit weiterhin an der Spitze des österreichweiten Ratingvergleichs.Trotz dieser guten Entwicklung wurde die Ergebnislage vor allem durch Bewertungseffekte negativ beeinflusst. Das Handelsergebnis wurde durch das stark gefallenen Zinsniveau, vor allem durch Absicherungsgeschäfte zu Fixzinskrediten sowie die Fair‐Value Bewertung des Wertpapier‐Eigenbestandes, negativ beeinflusst. Es sank auf minus 8,24 Millionen Euro (30.06.2019: 3,03 Millionen Euro).

Positives Jahresergebnis wird erwartet

Die operative Geschäftsentwicklung im heurigen Jahr ist gut und liegt weiterhin im Bereich der Planannahmen. Die Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen ist ungebrochen hoch und auch das Wertpapiergeschäft läuft sehr gut. Es ist davon auszugehen, dass mit den zum Halbjahr 2020 eingestellten Kreditrisikovorsorgen auch auf Jahressicht das Auslangen gefunden werden kann und hier keine weiteren Erhöhungen mehr notwendig sein werden. Für 2020 wird daher ein positives Jahresergebnis, das allerdings unter dem Vorjahresniveau liegen wird, erwartet.

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