Klarna‐Studie: Österreicher sparen im Schnitt 5.727 Euro pro Jahr

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Wie viel Geld haben die Österreicher im vergangenen Jahr gespart? Hat die Corona-Krise die Österreicher sparsamer gemacht? Diesen Fragen ging Klarna in einer repräsentativen Online-Umfrage zum Sparverhalten der Österreicher nach.

Eine aktuelle Klarna-Umfrage zum Weltspartag zeigt, dass Herr und Frau Österreicher im Vorjahr 5.727 Euro gespart haben. Laut Umfrage legen Männer (7.032 Euro) tendenziell mehr Geld zur Seite, als Frauen (4.264 Euro). Das lässt Rückschlüsse auf den Gender Pay Gap zu, der sich auf das Sparverhalten auswirkt. Ebenfalls markant ist das Stadt‐Landgefälle beim Sparen: Während in Ballungsräumen durchschnittlich 4.817 Euro gespart werden, liegt dieser Wert am Land mit 7.374 Euro deutlich höher. Junge Menschen im Alter zwischen 16 und 24 gaben im Durchschnitt an, im vergangenen Jahr 5.285 Euro zur Seite gelegt zu haben. Mit einem Durchschnitt von 5.404 Euro folgen Personen zwischen 25 und 34 Jahren. Das meiste Geld legt die Altersgruppe 45+ zurück – nämlich im Durchschnitt 8.814 Euro.

Steirer sind Sparkaiser

Mit Abstand am meisten legen in Österreich mit 9.899 Euro im Durchschnitt die Steirer zur Seite, gefolgt von Kärnten (7.413 Euro), Oberösterreich (6941 Euro) und Salzburg (6.500 Euro). Im Mittelfeld bewegen sich Vorarlberg (5.083 Euro) und Wien (4.914 Euro), das letzte Drittel belegen das Burgenland (3.940 Euro), Niederösterreich (3.831 Euro) und Tirol (2.863 Euro).

Corona‐Pandemie macht Österreicher sparsamer

Insbesondere junge Menschen (16–24 Jahre) setzen sich mit der Altersvorsorge noch wenig auseinander. Mehr als die Hälfte der jüngeren Befragten (57 Prozent) gibt an, dass die Vorsorge fürs Alter noch Zeit habe. Dennoch ist für einen Großteil, nämlich vier von fünf Österreichern (80 Prozent), Sparen der beste Weg, sich finanziell abzusichern. Deutlich mehr als die Hälfte der Österreicher (60 Prozent) geben an, während der Corona‐Pandemie sparsamer geworden zu sein. Dies trifft noch stärker auf ältere Leute zu: 66 Prozent und damit zwei Drittel der über 45‐Jährigen stimmen hier zu. Auch externe Daten zeigen, wie stark sich die Corona‐Pandemie auf das Sparverhalten auswirkt. Laut einer aktuellen Prognose der österreichischen Nationalbank steigt die Sparquote 2020 hierzulande von 8,3 auf 13,4 Prozent des verfügbaren Haushalt‐Nettoeinkommens. Ein gewaltiger Anstieg, wenn man bedenkt, dass die Sparquote in Österreich seit 2013 nie über acht Prozent (Quelle: Statistik Austria) lag.

Sparbuch bei Jungen beliebteste Sparform

Sparen heißt in dieser Studie die Geldanlage für die Zukunft – und die kann sich über das Sparbuch hinaus in vielen Formen ausdrücken. Vom Sparkonto über Aktien, Bausparvertrag oder Lebensversicherung und ETFs bis hin zur Immobilie. Mehr als die Hälfte, konkret 56 Prozent der Österreicher nutzen zum Sparen entweder das Sparbuch (41 Prozent) oder dessen digitale Version das Sparkonto (15 Prozent). Gerade unter den Befragten bis 24 Jahre ist das Sparbuch weit voran die häufigste Form der Geldanlage (42 Prozent), interessanter Weise sogar beliebter als bei der Altersgruppe 45+ (33 Prozent). Nach dem Sparbuch schaffen es noch der Bausparvertrag (37 Prozent) und die Lebensversicherung (32 Prozent) auf das Podest der beliebtesten Sparformen. Nach wie vor ist Österreich nicht unbedingt das Land der Aktionäre, denn lediglich 12 Prozent der bundesweit Befragten haben angegeben, Teile ihres Geldes im vergangenen Jahr in Aktien angelegt zu haben. 15 Prozent der Befragten geben an, im vergangenen Jahr kein Geld angelegt zu haben. Ein deutlich geringerer Prozentsatz übrigens als bei der gleichen Studie in Deutschland, wo über ein Viertel (26 Prozent) der Befragten kein Geld angelegt hat.

Was würdest Du mit 5.000 Euro machen?

Zudem fragte die Studie nach folgendem Szenario: Wie würdest du 5.000 Euro investieren, die du zur freien Verfügung hättest? Den größten Anteil dieser Summe würde die Mehrheit der Befragten sparen. Durchschnittlich 1.962 Euro würden österreichweit auf den Sparbüchern landen. Aktien und Investmentfonds/ETFs (799 Euro), Reisen (784 Euro) und Shopping (683 Euro) landen auf den weiteren Plätzen. Auch diese Angaben zeigen, wie stark das Sicherheitsbedürfnis der Österreicher ausgeprägt ist.

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