Raiffeisen‐Landesbank Steiermark: Operatives Geschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr stabil

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Trotz des Konjunktureinbruchs und großer Unsicherheiten entwickelte sich das eigene operative Geschäft der Raiffeisen-Landesbank Steiermark stabil.

Das erste Halbjahr 2020 war – wie bei allen Banken – auch bei der Raiffeisen‐Landesbank (RLB) Steiermark von der Covid‐19‐Pandemie geprägt. Im Zentrum stand die intensive Begleitung der Unternehmens‐ und Privatkunden in Zeiten, die für die gesamte Gesellschaft bisher unbekannte Situationen brachte. Trotz des Konjunktureinbruchs und großer Unsicherheiten entwickelte sich das eigene operative Geschäft der RLB Steiermark stabil. „Banken sind ein Spiegelbild der Wirtschaft. Selbstverständlich spüren wir zeitversetzt ebenso die Folgen der globalen Covid‐19‐Pandemie. Wir haben in vielen Jahren davor durch eine umsichtige Geschäftspolitik entsprechende finanzielle Puffer aufgebaut, die unseren Kunden nun zugutekommen. Dadurch bleiben wir auch in bewegten Zeiten ein stabilisierender Faktor für den heimischen Wirtschaftsstandort“, so Generaldirektor Martin Schaller.

Nachhaltiges Kreditwachstum – konstant hoher Zins‐ und Provisionsüberschuss

Das Kunden‐Kreditvolumen konnte um 4,4 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro gesteigert werden. Dieser positive Trend war unter anderem deshalb möglich, weil die RLB Steiermark eine sehr aktive Rolle bei Überbrückungsfinanzierungen übernommen hat. Erfreulich ist dabei, dass die Kreditqualität weiterhin auf sehr gutem Niveau gehalten werden konnte; die NPL‐Ratio als Kennzahl ist mit 2,6 Prozent weiterhin ausgezeichnet. Konstant entwickelten sich der Zinsüberschuss sowie der Provisionsüberschuss, die auf 51 Millionen Euro (+ 2,5 Prozent) beziehungsweise 20 Millionen Euro (+ 2,0 Prozent) anstiegen. Schließlich stieg die Bilanzsumme deutlich an, die auf 17,03 Milliarden Euro (+ 11,3 Prozent) ausgeweitet werden konnte. „Die zahlreichen Corona‐Hilfsprogramme sowie die intensive Begleitung durch unsere Berater haben vielen Unternehmen und Privaten eine finanzielle Atempause ermöglicht. Wir gehen aber davon aus, dass die Kreditausfälle noch ansteigen werden; in welchem Ausmaß genau, ist derzeit noch nicht einschätzbar“, sagt Schaller.

IFRS‐Halbjahresergebnis durch Wertminderungen belastet – Positiver Ausblick

Während das eigene Geschäft der RLB Steiermark solide verlaufen ist, sind es zum Teil Corona‐bedingte Marktturbulenzen und den internationalen IFRS‐Bilanzierungsstandards geschuldete Risikovorsorgen (23 Millionen Euro) sowie Abwertungen im Bereich der at equity bilanzierten Raiffeisen Bank International (86 Millionen Euro), die das Konzern‐Halbjahresergebnis negativ beeinflussen. Dieses beläuft sich auf – 55 Millionen Euro (2019: 59 Millionen Euro). Weiterhin auf Top‐Niveau befindet sich die harte Kernkapitalquote, die mit 17,5 Prozent doppelt so hoch liegt wie gesetzlich gefordert. „Banken haben die Funktion, in Krisenzeiten diverse Marktbewegungen zu kompensieren und auszugleichen. Das tun wir und so ist das Halbjahres‐Ergebnis als Momentaufnahme zu sehen, was uns nachhaltig nicht wesentlich belastet. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass wir für das Gesamtjahr 2020 ein positives Ergebnis erwirtschaften werden“, so Schaller abschließend.

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