Im Mittelpunkt standen Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit, strategische Souveränität und die weitere Integration der europäischen Finanzmärkte.
Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit
Vertreter:innen von Aufsicht, Notenbanken, Politik, Finanzwirtschaft und Wissenschaft diskutierten im Vienna Congress und Convention Center, wie Europa seine wirtschaftliche und finanzielle Handlungsfähigkeit stärken kann. Themen waren unter anderem Europas Rolle im globalen Finanzsystem, die digitale Transformation, Künstliche Intelligenz, die Zukunft der Europäischen Bankenunion sowie effektive Aufsicht und Rechtsdurchsetzung. Die Keynotes hielten Barbara Eibinger-Miedl, François-Louis Michaud und Martin Kocher. „Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: Das eine bedingt das andere“, sagte Mariana Kühnel, Vorständin der FMA. „Europa braucht starke und widerstandsfähige Finanzmärkte, um Innovation, Infrastruktur, Digitalisierung und Wachstum finanzieren zu können. Gleichzeitig müssen wir Resilienz heute breiter denken als früher: Sie umfasst nicht nur Kapital und Liquidität, sondern auch Cyberresilienz, technologische Handlungsfähigkeit und den Umgang mit geopolitischen Risiken.“
Europäische Integration im Fokus
Nach Einschätzung der FMA lag eine zentrale Herausforderung Europas in der weiterhin bestehenden Fragmentierung der Finanzmärkte. Zu den internationalen Gästen zählten Claudia Buch, Frank Elderson, Sharon Donnery, Rikke-Louise Ørum Petersen, Karen Braun-Munzinger, Jacek Jastrzębski, Sandra Švaljek und Irena Radović. Aus der Finanzwirtschaft kamen Peter Bosek, Michael Höllerer, Andreas Brandstetter, Enver Siručić, Lukas Enzersdorfer-Konrad, Annalisa Usardi und Gernot Mittendorfer. Wissenschaftlichen Input lieferten Susanne Kalss und Nicolas Véron. „Europa wird die Herausforderungen der kommenden Jahre nicht meistern, indem es schwächer wird, sondern indem es stärker wird. Durch mehr Vertrauen, mehr Zusammenarbeit und starke Institutionen. Die Vollendung der Bankenunion, die stärkere Integration der Kapitalmärkte und der Abbau verbliebener Fragmentierung sind daher keine technischen Detailfragen, sondern zentrale Voraussetzungen für Europas Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit“, betonte Helmut Ettl, Vorstand der FMA. Für Ettl war es die letzte Aufsichtskonferenz als FMA-Vorstand. Als sein Nachfolger an der Seite von Mariana Kühnel wurde Oliver Schütz bestellt.
















