In Kooperation mit
© OeNB/Niesner

OeNB: Schaden durch Zahlungsbetrug stieg 2025 auf 115 Mio. Euro

Die Schadenssumme durch Betrug im unbaren Zahlungsverkehr ist 2025 um 17,6 Prozent gestiegen. Österreichs Betrugsraten liegen bei den meisten Zahlungsarten dennoch unter dem EU-Durchschnitt.

Überweisungen verursachen größten Schaden

2025 wurden rund 351.000 betrügerische Transaktionen registriert. Die Gesamtschadenssumme erhöhte sich auf 115,4 Mio. Euro. Im Durchschnitt war eine von 16.000 Transaktionen betrügerisch; von 1.000 bezahlten Euro flossen durchschnittlich 1,6 Cent an Betrüger:innen. Neun von zehn Betrugsfällen entfielen auf Kartenzahlungen, deren durchschnittlicher Schaden rund 75 Euro betrug. Überweisungen machten hingegen rund neun Prozent der Fälle aus, verursachten mit rund 89 Mio. Euro jedoch 78 Prozent des Gesamtschadens. Der durchschnittliche Schaden lag hier bei rund 3.000 Euro. 83 Prozent der Verluste bei Überweisungen waren auf Social Engineering zurückzuführen. „Österreich verfügt über einen sehr sicheren Zahlungsverkehr und steht auch im europäischen Vergleich gut da. Der deutliche Anstieg der Schadenssumme zeigt aber, dass wir uns auf diesem hohen Sicherheitsniveau nicht ausruhen dürfen. Entscheidend ist, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und dort anzusetzen, wo neue Risiken entstehen. Deshalb beobachten und analysieren wir als OeNB die Entwicklungen genau und leisten – neben zahlreichen Aktivitäten im Bereich Zahlungsverkehrssicherheit und Finanzbildung – auch mit unseren Daten und Analysen einen wichtigen Beitrag zur Betrugsprävention“, so OeNB-Vize-Gouverneurin Edeltraud Stiftinger.

OeNB verstärkt Präventionsmaßnahmen

Österreich liegt bei den Betrugsraten der untersuchten Zahlungsarten unter dem EU-Durchschnitt, mit Ausnahme von Überweisungen. Die OeNB setzt daher auf technische Sicherheit und Finanzbildung und veranstaltet österreichweit Projekttage mit der Polizei an Schulen. OeNB-Direktor Josef Meichenitsch verantwortet in seinem Ressort sowohl den Zahlungsverkehr als auch die Finanzbildung. Für ihn sind technische Sicherheit und Prävention zwei Seiten derselben Medaille: „Betrüger:innen werden immer dreister und arbeiten mit immer ausgefalleneren Tricks, um an das hart verdiente Geld ihrer Opfer zu kommen. Jeder von uns kennt die WhatsApp-Nachricht mit windigen Investment-Angeboten, die Fake-Anrufe oder die SMS vom Enkerl, der Nichte oder dem Sohn, der das Handy verloren hat und ein bisschen Geld braucht. Dagegen hilft am besten Bewusstsein schaffen, kritisches Hinterfragen und eine gute Portion Vorsicht. Als OeNB sorgen wir gemeinsam mit dem Eurosystem für einen sicheren Zahlungsverkehr und eine starke und stabile Infrastruktur. Mit der Finanzbildung setzen wir voll auf Prävention.“

In Kooperation mit

FMVÖ

Wöchentlich die wichtigsten News?

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie jeden Donnerstag die aktuellsten News aus der österreichischen Finanzmarketingszene in Ihren Posteingang.

Es gibt neue Nachrichten