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Christian Knedelstorfer

BearingPoint Bankenstudie: Österreichs Banken zwischen Stabilität und strukturellem Wandel

Europas Banken sind stabiler und profitabler als noch vor einigen Jahren. Österreichische Institute liegen bei Effizienz und Eigenkapitalrendite jedoch hinter Deutschland und dem europäischen Durchschnitt. Künstliche Intelligenz soll künftig zentral sein.

Österreich mit Aufholbedarf bei Effizienz und Rendite

Laut der BearingPoint Bankenstudie 2026 erreichten österreichische Banken 2025 eine Cost-Income-Ratio von 55,5 Prozent und eine Eigenkapitalrendite von 7,3 Prozent. Deutschland kam auf 54,8 Prozent beziehungsweise 8,6 Prozent. Im europäischen Durchschnitt lagen die Werte bei 52,7 Prozent und 10,4 Prozent. Gleichzeitig hat sich die Stabilität des Bankensektors verbessert: Die durchschnittliche harte Kernkapitalquote stieg seit 2013 auf rund 20 Prozent, die Quote notleidender Kredite sank auf rund ein Prozent. Die Profitabilitätssteigerung bleibt jedoch stark vom Zinsumfeld abhängig.

KI als Performancehebel

Für die kommenden Jahre sieht BearingPoint den gezielten Einsatz von KI und Prozessautomatisierung als entscheidend an. Potenzial besteht unter anderem in Onboarding, KYC, Kreditprozessen, Zahlungsverkehr, Fraud Management, Compliance, Risikosteuerung und Kundenservice. Voraussetzung sind verlässliche Daten, klare Zuständigkeiten und nachvollziehbare Prozesse. „Österreichische Banken verfügen über eine solide Ausgangsbasis, liegen bei Profitabilität und Effizienz jedoch weiterhin hinter den europäischen Spitzenreitern. Die nächste Leistungssteigerung wird nicht durch weitere Kostensenkungsprogramme erreicht, sondern durch die erfolgreiche Skalierung von KI“, so Christian Knedelstorfer, Partner bei BearingPoint Österreich. Die Studie entwickelt drei Szenarien bis 2030, wobei eine stabile Normalisierung mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent als Basisszenario gilt.

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