Top-Themen:

In Kooperation mit

Osteuropa bleibt wichtiges Ziel bei Direktinvestitionen

Share on linkedin
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on telegram
Share on email
Das Engagement heimischer Banken und Versicherungen im CEE–Raum ist legendär und war dereinst in der Finanzkrise nicht unumstritten. Jetzt bestätig die Notenbank: Osteuropa bleibt weiterhin eine der wichtigsten Zielregionen für österreichische Direktinvestitionen. Selbst in der Finanzkrise 2008 haben sich österreichische Investoren nicht aus den CESEE-Ländern zurückgezogen und damit langfristig beachtliche Renditen erzielt. Gleichzeitig dient Österreich auch internationalen Konzernen häufig als Portal für ihre Veranlagungen in Osteuropa.

Mit 55,5 Milliarden Euro lag Ende 2016 (das sind die aktuellsten Daten der OeNB – siehe Link untenstehend) nahezu ein Drittel des gesamten Bestands an österreichischen Direktinvestitionen (185,7 Milliarden Euro) in den CESEE‐Ländern *). Dieses Vermögen resultiert aus einer langjährigen, durch fundierte Marktkenntnis unterstützte und von konjunkturellen Entwicklungen weitgehend unbeeinflusste Investitionsstrategie österreichischer Unternehmen, die ihre Präsenz in Osteuropa selbst im für Direktinvestoren ungünstigen Umfeld der globalen Wirtschafts‐ und Finanzkrise aufrecht hielten. Auch die im Zuge der Restrukturierung des UniCredit‐Konzerns vorgenommene Verschiebung osteuropäischer Beteiligungen der Bank Austria von Österreich nach Italien änderte dieses Bild nicht wesentlich.

Zwischen 2005 und 2016 ergab sich für österreichische Direktinvestoren – abgesehen von kurzfristigen ertragsschwachen Phasen – in den CESEE‐Ländern eine stetige und insgesamt beachtliche Rendite von durchschnittlich etwa 8 % p.a..

Eine neue Mikrodatenanalyse zeigt, dass Ende 2016 rund 30 Prozent dieser österreichischen Direktinvestitionen in Osteuropa auf Unternehmen entfielen, die zwar in Österreich ansässig sind, ihrerseits aber mehrheitlich ausländischer Kontrolle unterliegen. Zwei Drittel davon stammen aus Unternehmen mit Sitz in anderen EU‐Ländern.

Noch höher lag der Anteil ausländisch kontrollierter Unternehmen bei Österreichs Veranlagungen im restlichen Europa ohne CESEE‐Länder (40 Prozent), wo das Direktinvestitionsvermögen der in Österreich ansässigen Unternehmen Ende 2016 insgesamt 101,1 Milliarden Euro betrug. Der überwiegende Teil dieser ausländischen Kontrollrechte wurde von Unternehmen mit Sitz innerhalb Europas ausgeübt. Nur 8 Prozent des Kapitals entfielen auf Unternehmen, die von außerhalb Europas kontrolliert wurden.

Bei österreichischen Veranlagungen außerhalb Europas – die allerdings lediglich 29,1 Milliarden Euro betrugen – bildeten ausländisch kontrollierte Unternehmen mit einem Anteil von 60 Prozent eine deutliche Mehrheit. Die Hälfte des Kapitals ist Unternehmen zuzurechnen, die auch ihren Sitz außerhalb Europas haben.

Weitere Details zur Entwicklung österreichischer Direktinvestitionen stehen in der OeNB‐Publikation „STATISTIKEN Sonderheft – Direktinvestitionen 2016“.

*) CESEE‐Länder (Central, Eastern & Southeast Europe): Albanien, Bosnien‐Herzegowina, Bulgarien, Estland, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Polen, Republik Moldau, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn, Weißrussland.

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie ForumF auf LinkedIn?

Alle News von ForumF.at finden Sie auch im Business-Netzwerk LinkedIn.

Wöchentlich die wichtigsten News

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an und erhalten Sie jeden Donnerstag die aktuellsten News aus der österreichischen Finanzmarketingszene direkt in Ihrem Posteingang.

In Kooperation mit

FMVÖ