Solide Finanzkennzahlen und Fokus auf Stabilität
Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat ihren Jahresbericht 2025 vorgestellt und bescheinigt dem heimischen Finanzsektor weiterhin Stabilität und Widerstandskraft. „Die österreichische Finanzwirtschaft ist weiterhin Teil der Lösung und nicht Teil des Problems“, erklärte FMA-Vorstand Helmut Ettl. „Seine Sicherheit ist kein Selbstgänger, sondern muss immer wieder neu erarbeitet werden. Dazu leisten wir als FMA unseren Beitrag durch eine kompetente, effiziente und wirksame Aufsicht. Angesichts der weiterhin erhöhten Unsicherheiten und Instabilitäten wäre Deregulierung der falsche Schritt.“ Auch FMA-Vorständin Mariana Kühnel verweist auf die solide Verfassung der Branche: „Solide Finanzkennziffern sind eine Grundvoraussetzung für Sicherheit und Stabilität des Finanzsystems – und Kapital, Liquidität und Solvenz der heimischen Institute sind insgesamt sehr solide.“ Die FMA empfiehlt den beaufsichtigten Unternehmen, weiterhin Kapital aufzubauen, konservativ zu bewerten, ausreichende Vorsorgen zu bilden und in Digitalisierung, Effizienzsteigerung sowie Cybersicherheit zu investieren.
Krypto-Aufsicht, digitale Resilienz und Künstliche Intelligenz
2025 war das erste Jahr der Aufsicht über den Kryptomarkt gemäß der EU-Verordnung Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR). Erstmals veröffentlicht die FMA im Jahresbericht Meldedaten zu den von ihr lizenzierten Kryptowerte-Dienstleistern (CASPs). „Wichtig ist uns, dass die Aufsicht in Europa einheitlich erfolgt“, erklärte Mariana Kühnel. „Wir befürworten ein Modell, bei dem die größten CASPs direkt von der ESMA beaufsichtigt werden, während kleinere unter nationaler Aufsicht verbleiben – ähnlich wie bei den Banken unter EZB-Aufsicht.“ Darüber hinaus stand 2025 auch die Umsetzung des EU-Rechtsrahmens für digitale Resilienz (DORA) im Fokus. Für das laufende Jahr rückt die FMA insbesondere die Nutzung und Beaufsichtigung von Künstlicher Intelligenz in den Mittelpunkt. Positiv bewertet die Behörde zudem die Ergebnisse der FATF-Länderprüfung: Der österreichische Finanzsektor erhielt mit „substantial“ die zweithöchste erreichbare Bewertung im Bereich Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsprävention.
















