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Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management im Bankhaus Spängler

Bankhaus Spängler: Wirtschaft unter Druck, Börsen bleiben robust

Die Asset-Management-Experten des Bankhaus Spängler sehen die Konjunktur in der Eurozone durch den Iran-Krieg und hohe Energiepreise belastet. Während die Wirtschaft an Dynamik verliert, zeigen sich die Aktienmärkte bislang widerstandsfähig.

Konjunktur leidet unter Energiepreisen und Inflation

Im aktuellen Kapitalmarktupdate des Bankhaus Spängler verweisen die Experten auf ein zunehmend widersprüchliches Umfeld. „Die Hoffnungen auf eine Lösung des Iran-Krieges haben den Aktienmärkten zuletzt Auftrieb gegeben. Die Wirtschaft leidet hingegen unter den Auswirkungen des Krieges und der hohen Energiepreise. In der Eurozone droht die Konjunktur abzurutschen“, sagt Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management im Bankhaus Spängler. Laut den Analysten ist der kombinierte Einkaufsmanagerindex in der Eurozone im Mai auf den niedrigsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren gefallen. „Wegen der hohen Energiepreise halten sich viele Konsument:innen mit Ausgaben zurück. Vor allem im Dienstleistungsbereich hat sich die Stimmung weiter verschlechtert“, erklärt Portfoliomanager Daniel Briesemann. Gleichzeitig gewinnt die Inflation wieder an Dynamik. „Die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale ist real“, warnt Dürnberger.

Zentralbanken vor Richtungsentscheidungen

Mit Blick auf die Geldpolitik rechnen die Experten kurzfristig mit einer Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank. „Dennoch dürfte die EZB kurzfristig die Zinsen erhöhen, um der anziehenden Inflation entgegenzuwirken“, so Daniel Briesemann. Derzeit liege der Einlagesatz bei zwei Prozent. In den USA wird hingegen vorerst keine Lockerung der Geldpolitik erwartet. „Ob der neue Fed-Chef schnelle Zinssenkungen durchsetzen kann, ist angesichts der hohen Inflation fraglich“, sagt Briesemann. Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigen sich die Aktienmärkte robust: US-Aktien liegen seit Jahresbeginn laut Bankhaus Spängler mit 11,3 Prozent im Plus. Gleichzeitig mahnt Briesemann zur Vorsicht: „Die Bewertungen sind allerdings wieder ambitioniert, was zur Vorsicht mahnt.“ Als Risiken nennen die Experten unter anderem eine stärker anziehende Inflation, hohe Staatsschulden, geopolitische Unsicherheiten und ambitionierte Aktienbewertungen. Chancen sehen sie in einem möglichen Ende des Iran-Krieges, sinkenden Energiekosten sowie Produktivitätsgewinnen durch Künstliche Intelligenz.

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