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Dem ATX sollte die solide CEE‐Konjunktur helfen

Fritz Mostböck, Head of Group Research, Erste Group: „Wir gehen in einem positiven Szenario letztlich von einer moderaten Outperformance des ATX im kommenden Jahr aus.“
© Erste Bank / Daniel Hinterramskogler

Fritz Mostböck, Head of Group Research, Erste Group: „Wir gehen in einem positiven Szenario letztlich von einer moderaten Outperformance des ATX im kommenden Jahr aus.“

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Die Börsen haben in den vergangenen Wochen den Rückwärtsgang eingeschaltet. Laufende Belastungen durch den bevorstehenden Brexit sowie Ungewissheit über das zukünftige Budget Italiens irritieren die Eurozone. Die Kern-Länder Zentral- und Osteuropas (CEE8) weisen demgegenüber nach wie vor solides, überdurchschnittliches Wachstum auf. Das sollte dem ATX im kommenden Jahr helfen.

Der wirtschaftliche Ausblick für 2019 trübt sich allgemein ein. In der Eurozone sollte das Konsumwachstum weiterhin unterstützen, Exporte und Investitionen sollten sich im ersten Halbjahr abschwächen. „Vorlaufende Indikatorenlassen erwarten, dass sich das wirtschaftliche Umfeld in der Eurozone vorerst moderat von Plus 2,0 %auf Plus 1,8 % im Jahr 2019 abschwächen wird. Trotz dieser rückläufigen wirtschaftlichen Erwartung sehenwir relativ gesehen eine bessere Entwicklung für die Region Zentral‐ und Osteuropas, welche im Schnitt etwa mitdem Doppelten von Plus 3,6 % wachsen wird“, betont Fritz Mostböck, Leiter des Bereichs Group Research, Erste Group.

Die Wachstumsprognosen der Erste Group Analysten für CEE8 beziehungsweise der Eurozone lauten für 2018e*: 4,4 % beziehungsweise 2,0 %, 2019e*: 3,6 % beziehungsweise 1,8 % und 2020e: 3,3 % beziehungsweise 1,7 % (jeweils Plus).

Gute Einstiegszeitpunkte

„Der ATX befindet sich so wie die meisten anderen europäischen Indizes aktuell in einem Abwärtstrend, ein Boden ist noch nicht gefunden. Für die ersten Monate des Jahres 2019 ist eine defensive Ausrichtung des Portfolios wahrscheinlich kein Nachteil“, meint Christoph Schultes, Chief Equity Analyst Österreich. „Danach wird sich der Blick wieder mehr auf fundamentale Daten richten. Für einige – auch zyklische – Titel sehen wir bereits jetzt gute Einstiegsgelegenheiten, dennoch sollte das Ende der Konsolidierungsphase abgewartet werde“, so Schultes weiter.

Die Aktie der CA Immo befindet sich nach wie vor auf der Favoritenliste. Die Analysten der Erste Group empfehlen außerdem die Aktien von Andritz, FACC, OMV, Palfinger und PORR. Schultes: „Wir hoffen auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Der ATX ist als kleinerIndex besonders von Kapitalabflüssen betroffen, die fundamental günstige Bewertung mit einem KGV knappüber 10x tritt dabei leider in den Hintergrund.“

Zumindest von der wirtschaftlichen Abflachung scheinen die Märkte zuletzt teilweise einiges eingepreist zu haben. „Die länderweise Diversifikation sowie die globale Marktführerschaft in Nischen sollten für österreichische Unternehmen eine widerstandsfähigere Basis bieten. Im Niedrig‐Zinsumfeldbleiben Bewertung, Gewinn‐ und Dividendenrenditen attraktiv, weshalb wir in einem positiven Szenario letztlich von einer moderaten Outperformance des ATX im kommenden Jahr ausgehen“, meint Mostböck.

Das bereinigte Gewinnwachstum wird laut den Analysten der Erste Group 2018e* ein leichtes Minus von 0,9 % verzeichnen, für 2019e* wird aber wieder ein Plus von 9,1 % prognostiziert. Der Ausblick für die Dividendenrendite für 2018e* ist 3,9 Prozent und 2019e* 4,3 Prozent.

(*) – „e” nach Jahreszahl: per Jahresende.

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