Leben schwächelt weiter

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Wann immer internationale Prämienvergleiche per capita zur Sprache kommen fällt eines auf: Obwohl Österreich als einigermaßen gesättigter Markt gilt, liegen Werte aus dem anglosächsischen Raum oder aus Skandinavien meilenweit vor der heimischen Durchschnittsprämie aller Sparten. Der Grund ist rasch recherchiert: Die Prämien für die Lebensversicherung liegen in diesen Ländern oft bei einem Vielfachen des österreichischen Niveaus. Denn jene im Fachjargon „die Leben“ genannte Versicherung gilt anderswo als tragendes Element der dritten Säule der Eigenvorsorge. Hierzulande nur bedingt … .

Nun ist in Zeiten anhaltender Niedrigzinspolitik die LV nirgendwo ein „Renner“. In Deutschland etwa wird schon seit mehr als zwei Jahren diskutiert, ob diese Form der individuellen Risikovorsorge überhaupt noch darstellbar ist, oder ob man sich nicht klammheimlich davon wird verabschieden müssen. In anderen Ländern, die teils eine jahrhundertlange Kultur der Lebensversicherung aufweisen, gilt sie weiterhin als gute Waffe gegen die Pensionslücke im Alter.

Allerdings sind die steuerlichen oder gar förderungspolitischen Rahmenbedingungen im Ausland vielfach deutlich attraktiver. Vor allem dann, wenn die Prämie die Progression mindert. Doch das darf hierzulande bekanntlich ideologisch nicht sein. Man sollte „die Leben“ – trotz des aktuell frustrierenden Zinsumfeldes – in Österreich mit der lebenslangen Rente nicht aus dem Instrumentarium der Eigenvorsorge streichen. Im Gegenteil: Sie könnte – bei entsprechenden Rahmenbedingungen – dem Umlageverfahren in Zukunft wieder mehr Lasten abnehmen. Aber vielleicht fällt der nächsten Regierung dazu etwas Konstruktives ein… .

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