Die 17. Ausgabe des Allianz Global Wealth Reports zeigt: Das globale Geldvermögen privater Haushalte stieg 2025 um 8,6 Prozent auf 268,4 Billionen Euro. In Österreich wuchs das Brutto-Geldvermögen um 5,0 Prozent auf 968,6 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der Neuanlagen floss in Wertpapiere, deren Anteil am Portfolio mit 46,2 Prozent einen Rekordwert erreichte. Für 2026 erwartet Allianz Research weltweit ein Wachstum des Geldvermögens von rund 9 Prozent.
Österreich setzt verstärkt auf Wertpapiere
Weltweit gingen rund vier von fünf Euro des Vermögenszuwachses auf Wertsteigerungen zurück. In Österreich legten Wertpapiere um 8,0 Prozent zu und erreichten einen Portfolioanteil von 46,2 Prozent. Die Neuanlagen sanken zwar um 7,6 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro, 53,0 Prozent davon flossen jedoch in Wertpapiere. Daniel Matić, CEO der Allianz Österreich, betont: „Das Allzeithoch an Wertpapieren zeigt, dass die Menschen in Österreich renditeorientierter anlegen. Das ist ein positives Signal für den langfristigen Vermögensaufbau. Jetzt gilt es, diesen Schwung auch in die private Altersvorsorge zu tragen, denn Versicherungen und Pensionen wachsen nach wie vor nur verhalten.“ Inflationsbereinigt wuchs das österreichische Geldvermögen um 1,4 Prozent und liegt weiterhin 8,1 Prozent unter dem Höchststand von 2021. Das Netto-Geldvermögen stieg um 6,3 Prozent auf 749,7 Milliarden Euro.
Künstliche Intelligenz als Chance und Risiko
Für 2026 erwartet Allianz Research weltweit ein Wachstum des Geldvermögens von rund 9 Prozent. Höhere Produktivität und steigende Unternehmensgewinne könnten die Kapitalmarktrenditen stützen. Zugleich macht die wachsende Abhängigkeit von KI-getriebenen Märkten Haushaltsvermögen verwundbarer. Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Allianz, sagt: „Das globale Geldvermögen hat 2025 erneut einen Rekord erreicht – doch nominale Rekorde erzählen nur die halbe Geschichte. Seit 2019 ist das nominale Geldvermögen um 50 % gestiegen, real, also bereinigt um die Inflation, jedoch nur um 23 %. In Westeuropa ist die Entwicklung noch schwächer: Dort liegt das reale Geldvermögen lediglich 0,5 % über dem Niveau von 2019. In Nordamerika sind es 21 %, in China 70 %.“ Katharina Utermöhl, Head of Thematic & Policy Research bei Allianz Research, ergänzt: „KI könnte zum nächsten großen Motor der Vermögensbildung werden. Doch entscheidend ist, wer die Vermögenswerte besitzt – und damit an den Erträgen teilhat. Wenn sich die Wertschöpfung durch KI stärker in Richtung Kapital verschiebt, werden eine breitere Beteiligung an Kapitalerträgen und Maßnahmen zur Unterstützung der Beschäftigten beim Wandel entscheidend sein, damit möglichst viele Menschen von der KI-Dividende profitieren.“
















