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In der Kommunikation von Banken und Versicherungen spielt die Regenbogenflagge neuerdings eine nicht unwichtige Rolle. Für die LGBT-Community ist das eine gute Nachricht. Bleibt die Fragen, ob alle immer aus tiefer Überzeugung oder aus Kalkül handeln.

Die Farben des Regenbogens und vier Buchstaben erregten während der UEFA EURO 2020, die Corona‐bedingt erst im Juni und Juni 2021 stattfand, die Gemüter: LGBT. Die Debatte war im Zuge der restriktiveren Gesetze gegen die LGBT‐Community in Ungarn entbrannt, und eine ganze Reihe von Fußballern und Funktionären schickten sich im Rahmen des paneuropäischen Fußballfestes an, ihrer Solidarität mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender‐Personen Ausdruck zu verleihen. Eine der zentralen Fragen, die sich vor dem Spiel der deutschen und der ungarischen Fußballnationalmannschaften stellte, lautete: Darf man ein Stadion wie die Allianz Arena in München (die während der UEFA EURO 2020 freilich nicht so heißen durfte, sondern Fußball Arena München, da laut UEFA‐Regularien während der Europameisterschaft keine Sponsorennamen zu sehen sein durften) in den Farben des Regenbogens einfärben? Der europäische Fußballverband UEFA sagte jedenfalls nein. Mutig ist anders. Die UEFA entschied sich dafür, den weiteren Verlauf der Europameisterschaft nicht zu gefährden und erstickte das Ansinnen, die Allianz Arena bzw. die Fußball Arena München in den Regenbogen erstrahlen zu lassen, im Keim.

Meinungen prallten aufeinander, Weltanschauungen sowieso und der große Verlierer war die LGBT‐Community, eine Gruppe, die immerhin rund 6 bis 7 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Aber hat die LGBT‐Community wirklich verloren? Oder wurde durch das Verbot der UEFA, das Fußballstadion vor den Toren Münchens, mit den Farben des Regenbogens zu erleuchten, nicht erst recht in der breiten Öffentlichkeit über die Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender‐Personen diskutiert? Jedenfalls werden wir nie erfahren, ob das Thema nur annähernd so emotional diskutiert worden wäre, wenn die UEFA nicht verboten hätte, das Allianz Stadion in Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett erstrahlen zu lassen.

Fakt ist, dass die Anliegen der LGBT‐Community auch Banken und Versicherungen nicht verborgen geblieben sind: Immer öfter sieht man die Flagge der Bewegung auch auf den Zentralen der großen Institute wehen. Ob alle immer aus tiefer Überzeugung oder aus Kalkül handeln, ist schwer nachzuvollziehen. Einerseits handelt es sich bei der LGBT‐Community um eine nicht zu verachtende Zielgruppe und andererseits ist es aktuell durchaus gern gesehen, sich für die oftmals mit Füßen getretenen LGBT‐Rechte einzusetzen. Den Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender‐Personen muss es egal sein, aus welchen Motiven da gehandelt wird, da ihre Anliegen über die mittlerweile in vielen Ländern stattfindenden Paraden in der Tradition der Christopher Street Day Parade hinaus zum Thema werden – also nicht nur an einem einzigen Tag des Jahres, sondern 365 Tage im Jahr. Herausragendes Beispiel dafür ist die sogenannte True‐Name‐Kreditkarte von Mastercard, deren Einführung vor wenigen Tagen bei der One Show, einer der renommiertesten und relevantesten Awardshows der Welt, im großen Stil gewürdigt wurde. Die ebenso einfache, wie mutige und beeindruckende Idee hinter „True Name“ ist die Entwicklung einer Echtnamen‐Kreditkarte, die es nichtbinären und Transgender‐Personen ermöglicht, eine Kreditkarte zu besitzen, die ihren gewählten Namen anstelle ihres Geburtsnamens trägt. Und dafür wurde Mastercard mit einer ganzen Reihe von One‐Show‐Awards gewürdigt, unter anderem mit dem CMO Pencil, der Auszeichnung für jenen Marketer, der hinter der weltweit einflussreichsten Idee für eine Marke steht. Manche Marketingideen sorgen eben nicht nur für mehr Umsatz, sondern verändern das Leben von Menschen. Chapeau!

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