Accessibility-Check zeigt Schwächen bei Banking-Apps
Im Rahmen einer heuristischen Studie hat bluesource die Banking-Apps von bank99, Revolut und Trade Republic auf Barrierefreiheit untersucht. Das Ergebnis: Keine der drei Apps erreicht die Konformitätsstufe AA der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) vollständig. Revolut schnitt laut Studie als „größtenteils konform“ am besten ab, bank99 wurde als „teilweise konform” eingestuft und Trade Republic erhielt die Bewertung „deutliche Mängel”. Zu den häufigsten Schwachstellen zählen laut Studie Probleme bei Farbkontrasten, semantischen Beschriftungen, Fehlerhinweisen in Formularen sowie bei Schriftgrößenanpassung und Tastaturnavigation.
Barrierefreiheit als regulatorische und strategische Aufgabe
Der European Accessibility Act verpflichtet Institute seit 28. Juni 2025 dazu, digitale Produkte barrierefrei zu gestalten. „Barrierefreiheit ist selten ein Ja-oder-Nein-Ergebnis. Die Bandbreite an Einschränkungen ist groß, die Anforderungen vielschichtig. Umso wichtiger ist es, zumindest die essenziellen Flows konsequent zugänglich zu machen. Dort, wo Screenreader zentrale Inhalte nicht auslesen können oder Formulare keine verständliche Fehlerrückmeldung liefern, ist die selbstständige Nutzung für Betroffene faktisch ausgeschlossen.“ sagt Ines Madlsperger, Barrierefreiheit-Beauftragte und UX-Expertin bei bluesource. Martin Sprengseis-Kogler, Managing Partner bei bluesource, betont zudem: „Barrierefreiheit ist im Finanzsektor gesetzliche Pflicht und strategischer Wettbewerbsfaktor. Mit einem strukturierten Vorgehen – vom Quick-Check über Delta-Analysen und gezielten Quick Wins bis zur nachhaltigen Roadmap – können Banken in kurzer Zeit wirksame Fortschritte erzielen.“

















