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UNIQA: Ergebnis im ersten Halbjahr 2021 vervierfacht

Andreas Brandstetter, CEO UNIQA
© UNIQA/Keinrath

Andreas Brandstetter, CEO UNIQA

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Laut aktuellem Halbjahresbericht der UNIQA ist das Ergebnis vor Steuern von 55,4 Millionen auf 215,7 Millionen Euro gestiegen. Das Konzernergebnis wurde mit 170,7 Millionen Euro mehr als vervierfacht. Ausblick wurde angehoben.

Die UNIQA Insurance Group (UNIQA) hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 ein Ergebnis vor Steuern von knapp 216 Millionen Euro erwirtschaftet. Die verrechneten Prämien sind im ersten Halbjahr 2021 um 17 Prozent gewachsen. Dies ist vor allem auf die erfolgreiche Integration der ehemaligen AXA‐Gesellschaften in CEE zurückzuführen, doch auch in Österreich konnte UNIQA die Prämien um nahezu 2 Prozent steigern. „Das versicherungstechnische Ergebnis unserer Gruppe hat sich im ersten Halbjahr 2021 positiv entwickelt. Trotz der überdurchschnittlichen Belastungen durch Hagelunwetter, Sturmschäden und Überflutungen ‒ insbesondere in Österreich und Tschechien ‒ konnten wir die Combined Ratio auf erfreuliche 92,6 Prozent verbessern. Mit 2021 sind wir im ersten Jahr der Umsetzung unseres Wachstumsprogramms ‚UNIQA 3.0 – Seeding the Future‘ und sehen eine zufriedenstellende Profitabilitätsentwicklung, insbesondere in der Schaden‐ und Unfallversicherung und in der Krankenversicherung. Die ersten sechs Monate 2021 sind eine erfolgreiche Etappe auf dem Weg, die Gesundheit und den Wohlstand unserer Kundinnen und Kunden spürbar zu verbessern“, so Andreas Brandstetter, CEO UNIQA Insurance Group AG.

Ergebnis aus Kapitalanlagen deutlich verbessert

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen hat sich mit 307 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (215 Millionen Euro) deutlich verbessert. Während im ersten Halbjahr 2020 Wertminderungen auf Aktien und festverzinsliche Wertpapiere hohe Belastungen brachten, konnte UNIQA in den ersten sechs Monaten 2021 in einem starken Kapitalmarktumfeld Gewinne aus Veranlagungen in Aktien und Anleihen realisieren. „Unser Kostenprogramm in Österreich ist im Plan und auch die Integration der ehemaligen AXA‐Gesellschaften in CEE verläuft vielversprechend. Kombiniert mit den guten Ergebnissen für das erste Halbjahr haben wir deshalb unseren Ausblick bereits im Juli für das Gesamtjahr angehoben: Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Steuern im Bereich von 330 bis 350 Millionen Euro“, so Brandstetter weiter.

Strategie „UNIQA 3.0 – Seeding the Future“ bis 2025

Mit dem Strategieprogramm „UNIQA 3.0 – Seeding the Future“ hat sich UNIQA für die Jahre 2021 bis 2025 ambitionierte Wachstumsziele gesetzt: Ein durchschnittliches jährliches Prämienwachstum von 3 Prozent, eine Senkung der Kostenquote auf 25 Prozent, eine Combined Ratio von nachhaltig rund 93 Prozent bis 2025 und eine Eigenkapitalverzinsung von konstant über 9 Prozent sind die Basis eines progressiven Dividendenwachstums. Die tragenden Säulen sind die explizite Kundenzentrierung sowie unverändert hohe Investments in die Zukunftsbereiche Digitalisierung, IT und Data. Mit der erfolgreichen Integration der AXA‐Gesellschaften in CEE, einer Senkung der Kostenquote, der Transformation der Unternehmenskultur und dem Fokus auf Innovationen in disruptive Geschäftsmodelle konnten bereits erste Meilensteine gesetzt werden.

Verrechnete Prämien

Die verrechneten Prämien der UNIQA Group inklusive der Sparanteile der fonds‐ und der indexgebundenen Lebensversicherung stiegen im 1. Halbjahr 2021 vor allem aufgrund der Erstkonsolidierung der AXA‐CEE‐Gesellschaften um 17,1 Prozent auf 3.310,0 Millionen Euro. Während die laufenden Prämien mit 3.239,2 Millionen Euro um 16,3 Prozent wuchsen, erhöhten sich die Einmalerlagsprämien in der Lebensversicherung um 64,7 Prozent auf 70,8 Millionen Euro. Die abgegrenzten Prämien einschließlich der Nettosparanteile der Prämien aus der fonds‐ und der indexgebundenen Lebensversicherung – diese betrugen 160,1 Millionen Euro – stiegen im 1. Halbjahr 2021 um 15,1 Prozent auf 2.983.2 Millionen Euro. Die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt (nach IFRS) erhöhten sich um 15,7 Prozent auf 2.823,1 Millionen Euro. Die verrechneten Prämien in der Schaden‐ und Unfallversicherung wuchsen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 um 19,9 Prozent auf 1.877,4 Millionen Euro.

In der Krankenversicherung stiegen die verrechneten Prämien im Berichtszeitraum um 5,0 Prozent auf 615,2 Millionen Euro. In der Lebensversicherung erhöhten sich die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds‐ und der indexgebundenen Lebensversicherung in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 insgesamt um 20,8 Prozent auf 817,5 Millionen Euro. Der wesentliche Treiber dieser Entwicklung war die Erstkonsolidierung der AXA‐Gesellschaften in CEE. Das Einmalerlagsvolumen nahm im 1. Halbjahr 2021 um 64,7 Prozent auf 70,8 Millionen Euro zu.

Der Gesamtbetrag der Versicherungsleistungen im Eigenbehalt der UNIQA Group erhöhte sich im 1. Halbjahr 2021 weniger stark als das Wachstum der abgegrenzten Prämien um 11,4 Prozent auf 2.050,3 Millionen Euro. Die Schadenquote nach Rückversicherung sank daher trotz der überdurchschnittlichen Belastung durch Wetterereignisse in Höhe von rund 45 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 auf 62,2 Prozent. Die Combined Ratio nach Rückversicherung verbesserte sich auf 92,6 Prozent.

Aufwendungen um 12,3 Prozent gestiegen

Die gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb abzüglich der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen stiegen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 um 12,3 Prozent auf 802,5 Millionen Euro. Dabei erhöhten sich die Aufwendungen für den Versicherungsabschluss um 10,5 Prozent auf 495,8 Millionen Euro. Die erhaltenen Rückversicherungsprovisionen in Höhe von 11,0 Millionen Euro wurden von den Abschlussaufwendungen bereits abgezogen. Die sonstigen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (Verwaltungskosten) stiegen im 1. Halbjahr 2021 aufgrund der Erstkonsolidierung der AXA‐Gesellschaften in CEE um 15,4 Prozent auf 306,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind Kosten im Rahmen des Innovations‐ und Investitionsprogramms in Höhe von rund 24 Millionen Euro.

Die Gesamtkostenquote – das Verhältnis der gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den abgegrenzten Prämien einschließlich der Nettosparanteile der Prämien aus der fonds‐ und der indexgebundenen Lebensversicherung – reduzierte sich unter Einbeziehung der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen auf 26,9 Prozent. Der Kapitalanlagebestand der UNIQA Group reduzierte sich zum 30. Juni 2021 gegenüber dem letzten Bilanzstichtag auf 21.903,8 Millionen Euro.

Das Kapitalanlageergebnis stieg im 1. Halbjahr 2021 um 42,8 Prozent auf 307,2 Millionen Euro. Während im 1. Halbjahr 2020 Wertminderungen auf Aktien und festverzinsliche Wertpapiere das Kapitalanlageergebnis belasteten, konnte UNIQA in den ersten sechs Monaten 2021 in einem starken Kapitalmarktumfeld Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren in der Höhe von rund 69 Millionen Euro realisieren. Währungseffekte in Höhe von rund 5 Millionen Euro beeinflussten das Kapitalanlageergebnis negativ.

Das versicherungstechnische Ergebnis der UNIQA Group erhöhte sich im 1. Halbjahr 2021 vorwiegend aufgrund der verbesserten Schadenquote in der Schaden‐ und Unfallversicherung um 194,1 Prozent auf 111,1 Millionen Euro. Das operative Ergebnis wuchs um 224,3 Prozent auf 277,0 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern der UNIQA Group stieg dementsprechend um 289,1 Prozent auf 215,7 Millionen Euro. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 321,6 Prozent auf 170,7 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,56 Euro.

Ausblick angehoben

Aufgrund der verbesserten Profitabilität im versicherungstechnischen Kerngeschäft wird sich das Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2021 voraussichtlich im Bereich von 330 bis 350 Millionen Euro bewegen.

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