Tag: PSD2

Gerald Gruber, Country Manager von Mastercard in Österreich

Mastercard setzt auf Debit‐Karte und Biometrie

Shopping ist eines der größten „Hobbies“ der Österreicher. Vor allem im Netz wird immer mehr eingekauft. Um Rechnungen zu begleichen, setzen dabei viele Kunden am liebsten auf Kartenzahlungen. Von den biometrischen Authentifizierungsverfahren und der neuen Debit Mastercard, auf die sie dafür ab dem kommenden Jahr zurückgreifen können, profitieren Konsumenten sowie Banken‐ und Händlerpartner gleichermaßen.

Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand, Peter Bosek, Vorstandsvorsitzender der Erste Bank Oesterreich: „Die Wohnkosten sollten maximal 30 Prozent des Einkommens betragen, doch heute verschlingt der Faktor Wohnen bei vielen Österreichern bereits deutlich mehr.“

Bei George‐Nutzern dominiert das Smartphone

Sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern nutzen bereits regelmäßig Online‐Banking. Im Jahr 2005 lag der Wert bei rund der Hälfte. Einer der Gründe ist der auf 72 Prozent gestiegene Smartphone‐Besitz und die dadurch starke Verbreitung von mobilem Internet. „77 Prozent unserer George‐Nutzer loggen sich bereits übers Smartphone ein“, so Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank Oesterreich.

Erste Bank ‚George’ hat schon 2 Millionen Nutzer

Die digitale Banking‐Plattform George, die von der hauseigenen Fintech der Erste Group Bank AG entwickelt wurde, startet nach ihrer erfolgreichen Einführung in Österreich und vor dem Hintergrund wachsender Beliebtheit in Tschechien nunmehr auch in der Slowakei. In den genannten Märkten erledigt George bereits die täglichen Bankgeschäfte von rund zwei Millionen Nutzern. In Österreich hat sich George mit fast 1,5 Millionen Kunden – mehr als jeder dritte Online‐Banking‐User in Österreich benutzt George – als beliebteste Banking‐Plattform des Landes etabliert. Schon während der Einführungsphase organisieren mehr als 300.000 Tschechen ihre Finanzen über George.

Christian Albrecht: Die Chancen von PSD2 offensiv nutzen

Die meiste Finanzinstitute planen derzeit, nur die Mindestanforderungen der PSD2 zu erfüllen. Sie wollen sich weiter auf ihr bisheriges Geschäft fokussieren. Damit aber lassen sie die Chancen des Open Bankings – offensiv neue Services anzubieten – ungenutzt. Die zweite EU‐Zahlungsdienste‐Richtlinie PSD2 ist kein reines IT‐Thema. Vielmehr öffnet sie Banken strategische Möglichkeiten, mit Innovationen und starkem Kundenfokus neue Mehrwert‐Dienste in Bezahlvorgängen und Kontodaten schaffen zu können.
Durch diese neuen EU‐Regeln entsteht das Fundament eines neuen Finanzsystems. Die Finanzinstitute müssen dazu drei teils divergierende Überlegungen in Einklang bringen: Die strategische Ausrichtung des Zahlungsverkehrs als reine Dienstleistung oder als Wachstumsfeld, die Analyse und Auswertung von Kundendaten bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Auflagen für den Datenschutz sowie die stetige Erhöhung der Sicherheit der Technologien trotz Öffnung mittels Schnittstellen (APIs) für Dritte.

Digitale Erlebnisse, die Kunden begeistern

Digitale Trends beeinflussen mittlerweile jeden Kontaktpunkt der Kunden: Zu ihrer Bank, zum Handel, zu Service‐Leistungen und im Kaufverhalten. Innovationen, die ein modernes Einkaufserlebnis in Filialen, online und mobil ermöglichen und so eine Brücke zwischen der physischen und digitalen Welt des Zahlungsverkehrs schlagen, sind ein Gebot der Stunde.

Banking und Commerce: Zwei Welten auf einer Plattform

Nichts hat die letzte Dekade so stark geprägt wie die Entwicklung des Smartphones von einem Nischenprodukt zu einem ständigen Alltagsbegleiter. Seit der Vorstellung des ersten iPhones am 9. Januar 2007 verbreitete sich das Smartphone mit rasender Geschwindigkeit und ist nun für Nutzer in jeder Altersgruppe nicht mehr wegzudenken. Heute besitzen 7 von 10 Österreichern ab 15 Jahren ein Smartphone und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen (Quelle: Smartphone Nutzung in Österreich Statista Dossier S. 10). Die größten Vorteile an der digitalen Vernetzung sehen die Nutzer in den Bereichen Handel und Banking.
(Laut Media‐Analyse 16/17 geben 74,5 Prozent der Österreicher ab 14 Jahre – das sind 5,544 Millionen Personen – an, ein „Smartphone mit Zusatzfunktionen“ zu besitzen).

Ralf Hoenicke, Geschäftsführer Diebold Nixdorf Banking Consulting.

EU‐Richtlinie PSD2 fordert Banken heraus

Die EU‐Zahlungsdienstleistungsrichtlinie PSD2 hat den Grundstein gelegt für einen paneuropäischen Markt. Ihre Regelungen stellen herkömmliche Geschäftsmodelle von Banken in Frage – und schaffen Chancen für Neues. Wer diese nutzen möchte, muss seine Plattform öffnen und skalierbar aufstellen. Und das heisst: Open Banking braucht eine starke Plattform.

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