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© Katharina Gossow

Gruppenfoto (vlnr): Rebecca Dober (Gründerin YEPworks), Gerda Holzinger-Burgstaller (CEO Erste Bank Oesterreich), Elena Brehm, Ahmad Elham, Clemens Reiter, Philip List (Leiter FLIP)

YEP-Jugendbericht: Finanzbildung wird für Jugendliche zur Zukunftsfrage

Der aktuelle YEP-Jugendbericht 2026 zeigt einen hohen Bedarf an Finanzbildung bei jungen Menschen in Österreich. Mehr als 1.800 Jugendliche nahmen an der Studie teil, viele fühlen sich durch Geldthemen belastet und sehen Defizite bei der finanziellen Bildung in der Schule.

Große Unterschiede beim Zugang zu Finanzbildung

Der gemeinsam von YEPworks und dem Financial Life Park (FLiP) erstellte Jugendbericht 2026 zeigt deutliche Unterschiede beim Zugang zu Finanzbildung. Während 72 Prozent der AHS-Schüler:innen angeben, in der Schule eher nichts oder nichts über Geld und Finanzen zu lernen, liegt dieser Wert bei BHS-Schüler:innen bei 17 Prozent. Zudem fühlen sich 64 Prozent der AHS-Schüler:innen in Bezug auf Geld und Finanzen nicht ausreichend auf ihre Zukunft vorbereitet, gegenüber 38 Prozent in berufsbildenden Schulen. Gerda Holzinger-Burgstaller, CEO Erste Bank Österreich, betont: „Finanzbildung ist heute nicht nur für den Einzelnen wichtig, sondern für die gesamte Gesellschaft. Wer versteht, wie Geld funktioniert, kann bessere Entscheidungen treffen und langfristig stabiler und selbstbestimmter leben. Umso wichtiger ist es uns, Finanzwissen breiter zugänglich zu machen und dabei nicht über junge Menschen zu sprechen, sondern gemeinsam mit ihnen Lösungen zu entwickeln.“

Finanzielle Belastung und digitale Risiken nehmen zu

Finanzielle Fragen sind für viele Jugendliche bereits heute mit Stress verbunden: 45 Prozent der Befragten fühlen sich in Bezug auf Geldthemen oft oder manchmal gestresst. Gleichzeitig prägen Online-Shopping, Ratenzahlungen und Social Media den Umgang mit Geld. 71 Prozent sehen eine hohe Gefahr, sich durch Online-Bezahldienste zu verschulden, und 70 Prozent möchten mehr über Online-Betrug, Scams und digitale Finanzfallen lernen. „Jugendliche treffen heute finanzielle Entscheidungen in einer deutlich komplexeren Welt – oft ohne ausreichende systematische Vorbereitung. Das macht Finanzbildung wichtiger denn je. FLiP setzt wichtige Schritte: Wir vermitteln Grundlagen, zeigen Risiken auf und schaffen Bewusstsein im Umgang mit Geld“, so Philip List, Leiter des FLiP. Der Bericht leitet daraus unter anderem die Forderung ab, Finanzbildung verbindlich in allen Schulen zu verankern und stärker an der Lebensrealität junger Menschen auszurichten.

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