Laut einem neuen Mastercard-Report könnten bis 2030 mehr als zehn Prozent der Online-Shopper:innen regelmäßig KI-Agenten für Einkäufe und Zahlungen einsetzen. Eine begleitende Umfrage zeigt, dass Jugendliche KI bei Kaufentscheidungen bereits doppelt so häufig nutzen wie ihre Eltern.
KI übernimmt wiederkehrende Einkäufe
Vier Zukunftsforscher:innen aus Europa, den USA und Asien beschreiben mögliche Entwicklungen für den Handel bis zum Ende des Jahrzehnts. KI-Agenten könnten künftig Preise verhandeln, Produktinformationen und Bewertungen prüfen sowie wiederkehrende, risikoarme Käufe wie Lebensmittel, Medikamente oder Abonnements selbstständig abwickeln. „Mastercard schafft seit sechzig Jahren die Grundlage dafür, dass Menschen unkompliziert und sicher bezahlen können. Diese Aufgabe bleibt auch bestehen, während sich der Handel so grundlegend verändert wie seit der Erfindung des Geldes nicht mehr”, so Michael Brönner, Country Manager Mastercard Österreich. „Künstliche Intelligenz unterstützt heute schon viele Kaufentscheidungen. In Zukunft wird sie diese zunehmend auch selbst umsetzen. Lösungen wie Agent Pay legen den Grundstein dafür, dass Maschinen im Auftrag von Menschen sicher Transaktionen durchführen können. Unser Report soll Konsument:innen wie Unternehmen dazu anregen, sich schon jetzt mit konkreten Schritten auf diese Entwicklung vorzubereiten.“
Vertrauen und Sicherheit als zentrale Voraussetzungen
„Einkaufen und Shoppen werden bis 2030 zwei unterschiedliche Dinge sein. Den Einkauf im klassischen Sinn übernehmen KI-Agenten. Shopping bleibt das, was wir aus Freude, Neugier oder zur Inspiration selbst tun“, so Zukunftsforscher Magnus Lindkvist. Eine Mastercard-Umfrage unter 26.000 Eltern und Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren in 13 Ländern zeigt, dass 27 Prozent der Jugendlichen wahrscheinlich einen vollständig autonomen KI-Shopping-Assistenten nutzen würden. Bei den Eltern sind es 16 Prozent. 31 Prozent der Jugendlichen vertrauen Produktempfehlungen einer KI mehr als denen eines Freundes, 23 Prozent sogar mehr als dem Rat ihrer Eltern. Für den Erfolg von Agentic Commerce sind laut Report klare Regeln für Identität, Zustimmung, Autorisierung und Haftung entscheidend. In Österreich setzte Mastercard im Mai 2026 gemeinsam mit Erste Bank Oesterreich, UniCredit Bank Austria und Raiffeisen Bank International eine erste agentische Transaktion um. Dabei buchte ein KI-Agent über Priceless.com ein Event und wickelte die Zahlung ab.
















